Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
Rainer Maria Rilke
Eskorte fragile - 26. Mai, 13:39
.... jene Zeiten: O wie war ich Eines,
nichts was rief und nichts was mich verriet;
meine Stille war die eine Steines
über den der Bach sein Murmeln zieht.
Aber jetzt in diesen Frühlingswochen
hat mich etwas langsam abgebrochen
von dem unbewussten dunkeln Jahr.
Etwas hat mein armes warmes Leben
irgendeinem in die Hand gegeben,
der nicht weiß was ich noch gestern war.
Rainer Maria Rilke
Eskorte fragile - 26. Mai, 13:33
... dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.
Sie aufzusammeln und zu sparen
das kommt dem Kind nicht in den Sinn
es löst sie leise aus den Haaren
drin sie so gern gefangen waren
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.
Rainer Maria Rilke
Eskorte fragile - 26. Mai, 13:26
Nichts fällt aus dem EINEN.
Nichts wird aufgehoben, weil es heraus fiel und wieder eingesammelt.
Hinter dem Wissen darum, leben keine Möglichkeiten.
Hinter der Erkenntnis sind alle möglichen Möglichkeiten.
Woran ein Ich bedürftig ist, ist nicht deshalb unbedeutend, weil die Möglichkeiten im EINEN unnennbar viele und so unnachahmlich mühelos sind und ein Mensch samt seiner Ichhaftigkeit so flüchtig ist, wie Staub auf den Regalen.
Es ist unbedeutend, weil nichts im Werden begriffen ist, weil alles ist.
Nichts ist bedeutend im EINEN.
Alles ist bedeutender im EINEN.
Eskorte fragile - 15. Mrz, 19:37
"An und für sich ist das Wort weniger als der Gedanke, der Gedanke weniger, als die Erfahrung. Das Wort ist Filtrat, und was sich darin niederschlägt, ist des Besten beraubt."
Das ist der Grund, warum ich derzeit keine Worte habe und keine mache.
Eskorte fragile - 9. Jan, 18:26