Assoziationen mit OH-Karten
Gestern sind meine OH-Karten gekommen. OH-Karten sind eine Kombination aus Wort- und Bildkarten, mit deren Hilfe man psychische Prozesse in Gang setzen oder darüber reflektieren kann, Assoziationsketten bilden oder mit deren Hilfe man gute Storys schreiben kann. Sie werden durch ihre tiefenpsychologische Wirkung auch vielfach in Psychotherapien verwendet.
88 Wortkarten (etwas größer als die Bildkarten, so daß die verschiedenenWorte einen Rahmen dafür bilden) stellen den wechselnden Hintergrund für die Bilder dar. Zusammen ergeben sich so bereits 7744 Kombinationsmöglichkeiten. Bei der Verbindung von Wort und Bild spricht OH den ganzheitlichen Menschen an: seine verbale, analytische Seite und seine bildhafte intuitive Seite. Beide werden zu einer gemeinsamen Assoziation geführt. OH verbindet bekannte Bilder und Worte in immer neuer Weise und fordert damit unsere Phantasie und Kreativität heraus. Die Karten erhalten ihre Bedeutung dadurch, daß wir uns auf sie einlassen.
Heute zog ich:
Wortkarte: Vater
Bildkarte: ein einsamer Strand, nur Sand und Wasser - keine Menschenseele zu sehen, keine Vegetation, kein Tier.
Es ist beinahe unheimlich, mit welcher Treffsicherheit man sein Set aus dem Stapel zieht (1 Set = 1 Wort- und 1 Bildkarte). Ich hatte nach dem Aufwachen an Ihn gedacht. Er ist ein ein einsamer Mann, der seine Kinder dazu gebracht hat, weit weit Abstand von ihm zu nehmen. Dabei ist er nur manchmal ein Scheusal. Ich schätze an ihm, dass er sich manchmal wirklich Mühe gibt, einen zu verstehen und dass man dann sehr gut mit ihm reden kann. Er ist nicht aufs Hirn gefallen und mitunter ein richtiger Freizeit-Philosoph. Damit hören die guten Dinge allerdings fast auch schon auf. Ach ja, er kocht noch ganz gut :-)
Am schlimmsten ist er, wenn er meint, er müsse kumpelhaft sein und nicht merkt, dass dies das Letzte ist, was ich vom ihm brauche. Er leidet unter heftigen Minderwertigkeitsgefühlen und kompensiert sie mit einer schulterklopfenden Kumpelhaftigkeit, bei der mir schlecht wird, denn ich spüre, dass er das gar nicht ist. Zu zwischenmenschlichen Beziehungen ist er nur sehr bedingt in der Lage. Er mißbrauchte mich im angetrunkenen Zustand, weil es vermutlich das Einzige ist, was ihm keine Angst machte.
Er saß vier Jahre lang als politischer Häftling im Gefängnis. Politische Häftlinge sperrte man im Osten mit Kinderschändern und Mördern ein - 12 Mann in eine kaum 15 qm große Zelle mit dreistöckigen Betten und einer Scheißecke. Ich weiß noch, wie er immer über Männer fluchte, die Kinder schänden und ich musste jedes Mal dabei schlucken. Ich bin nicht sicher, ob er sich noch daran erinnert, es ist 30 Jahre her.
88 Wortkarten (etwas größer als die Bildkarten, so daß die verschiedenenWorte einen Rahmen dafür bilden) stellen den wechselnden Hintergrund für die Bilder dar. Zusammen ergeben sich so bereits 7744 Kombinationsmöglichkeiten. Bei der Verbindung von Wort und Bild spricht OH den ganzheitlichen Menschen an: seine verbale, analytische Seite und seine bildhafte intuitive Seite. Beide werden zu einer gemeinsamen Assoziation geführt. OH verbindet bekannte Bilder und Worte in immer neuer Weise und fordert damit unsere Phantasie und Kreativität heraus. Die Karten erhalten ihre Bedeutung dadurch, daß wir uns auf sie einlassen.
Heute zog ich:
Wortkarte: Vater
Bildkarte: ein einsamer Strand, nur Sand und Wasser - keine Menschenseele zu sehen, keine Vegetation, kein Tier.
Es ist beinahe unheimlich, mit welcher Treffsicherheit man sein Set aus dem Stapel zieht (1 Set = 1 Wort- und 1 Bildkarte). Ich hatte nach dem Aufwachen an Ihn gedacht. Er ist ein ein einsamer Mann, der seine Kinder dazu gebracht hat, weit weit Abstand von ihm zu nehmen. Dabei ist er nur manchmal ein Scheusal. Ich schätze an ihm, dass er sich manchmal wirklich Mühe gibt, einen zu verstehen und dass man dann sehr gut mit ihm reden kann. Er ist nicht aufs Hirn gefallen und mitunter ein richtiger Freizeit-Philosoph. Damit hören die guten Dinge allerdings fast auch schon auf. Ach ja, er kocht noch ganz gut :-)
Am schlimmsten ist er, wenn er meint, er müsse kumpelhaft sein und nicht merkt, dass dies das Letzte ist, was ich vom ihm brauche. Er leidet unter heftigen Minderwertigkeitsgefühlen und kompensiert sie mit einer schulterklopfenden Kumpelhaftigkeit, bei der mir schlecht wird, denn ich spüre, dass er das gar nicht ist. Zu zwischenmenschlichen Beziehungen ist er nur sehr bedingt in der Lage. Er mißbrauchte mich im angetrunkenen Zustand, weil es vermutlich das Einzige ist, was ihm keine Angst machte.
Er saß vier Jahre lang als politischer Häftling im Gefängnis. Politische Häftlinge sperrte man im Osten mit Kinderschändern und Mördern ein - 12 Mann in eine kaum 15 qm große Zelle mit dreistöckigen Betten und einer Scheißecke. Ich weiß noch, wie er immer über Männer fluchte, die Kinder schänden und ich musste jedes Mal dabei schlucken. Ich bin nicht sicher, ob er sich noch daran erinnert, es ist 30 Jahre her.
