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Frau Mösenknödel opfert sich auf

Dass Frau Mösenknödel ein höflicher Mensch ist, das erwähnte ich ja bereits, dass sie jedoch auch sehr diskret sein kann, das vergaß ich, in dem Zusammenhang, zu erwähnen.
Besonders, wenn es um den Verzehr von Schokolade geht, werden die Aktionen so getarnt und verschleiert, als gelte es, das Gralsgeheimnis zwischen den Matrazen zu verbergen und nicht eine Tafel Rittersport Sommersorte mit Zitronenfüllung.
Nein, ich beklage mich noch immer nicht, immerhin liegt ja noch eine mit Orangenfüllung im Kühlschrank, doch wirklich erwähnenswert ist vielleicht die Verschleierungstaktik, mit der Frau Mösenknödel dann versucht, das entdeckte Geheimnis in ein Martyrium zu verwandeln:
Ich [am Kühlschrank mit der übergebliebenen Tafel in der Hand]: "War sie denn gut, die mit Zitrone?"
Sie nickt.
[Dann mit Unschuldsmiene]: "Ja, weißt du, das war ja eigentlich, also eigentlich war das, ja das war.... überhaupt gar keine Absicht. Also, ich hatte da die Hälfte gegessen und naja, was soll ich sagen, ich konnte ja gar nichts dafür, da schien halt die Sonne so drauf, weil die lag ja auf dem Fensterbrett und naja, die lag da halt so und da war es ja so warm und naja, da schmolz die so und da dachte ich: mei, du wirst mir noch ganz zerfließen, du armes Ding und naja, da hab ich sie dann halt gegessen.
[Tiefes Luftholen.]
(Wäre dies eine Sitcom, käme vom Publikum genau JETZT ein zutiefst gerührtes "Ooooooohhhhhr")
Ja, was soll man in Gegenwart von so viel Selbstaufopferung noch größere Worte machen, als die:
Ich [Schoki mampfend]: "Napfsülze"
Und da ich ja kein Unmensch bin:
Sie [ebenfalls Schoki mampfend]: "Grottenolm"
Achja......teilen ist doch wirklich was Schönes.

Vergangenheiten

Schon merkwürdig ist es, wie viel Vergangenheit sich gerade wieder in die Gegenwart zurück meldet.
Hier eine Einladung, dort ein Gefallen, der erfüllt zu werden hofft - Menschen, die ich jahrelang nicht sah und mit denen das wirkliche Zusammensein noch länger (bis zu 10 Jahren) zurück liegt.
Ich lasse es geschehen und bewege derweil gar nichts. Die Dinge passieren und nehmen ihren Lauf, wie sie ihn eben nehmen - integriere nichts von Neuem, schließe nichts aus - schaue.
Überlege, ob da ein Dasein mögich ist, ohne dass sie mich zusammentreiben zu dem, den sie meinen. Vergangenheiten sind überlebt, wenn das geschieht, haben ihre Daseinsberechtigung im Heute verloren, wenn sie nicht wachsen und sozusagen co-evolutionieren.
Das Erinnern schlägt durch - Dinge, die schon nicht mehr wahr sind - Dinge, die mich auch zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Ich fühle hin und fühle sie so plastisch in mir, wie Teile meines Körpers. Schwerer bin ich geworden. 12 Kilo in Lebendgewicht und einige Jahre an Lebenserfahrung. Nicht mehr der selbe Mensch.
Aber bekanntlich ist jede Begegnung zu etwas gut. Wenn sie stattfindet - ich bin optimistisch - wird sich zeigen, wozu.

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into the lights...
der vollständigkeit halber - so klingen die lichter: edit:...
Eskorte fragile - 26. Nov, 00:04
Wow!
Jetzt lese ich es erst "ausführlich". Sei ebenso...
wasserfrau (Gast) - 15. Nov, 23:21
...über die grenze
Eskorte fragile - 13. Nov, 01:01
Keine Identität...
Sternstunde Philosophie vom 08.11.2009
Eskorte fragile - 12. Nov, 14:35
danke dir! ende november,...
danke dir! ende november, anfang dezember werde ich...
Eskorte fragile - 12. Nov, 14:30

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