Wie kann das sein,
dass es die Dinge gibt?
Nichts ist - als unentwegt
die Feier des Erscheinens.
[Autor unbekannt]
Eskorte fragile - 29. Aug, 18:15
Ungewohnt war es zuerst in seiner Begrenzung an den Rändern - so wunderbar frei und offen nach allen Seiten war es vorher, mein Layout.
Doch es passt - das neue Kleid - und das die scheinbare Enge, die ist nur gewöhnungsbedürftig. Erst heute morgen wird mir das klar, nachdem ich gestern abend - wie immer, wenn ich keine Vorgaben habe - rein intuitiv gestaltete. Meistens verstehe ich erst im Nachhinein, was ich da eigentlich fabriziert habe. So auch hier.
Es verbildlicht so exakt meine Situation und mein Leben, dass ich staune, weil ein zielgerichtetes Wollen so ganz und gar nicht zu finden war im Gestalten.
Durch ein Tor werde ich - wird man - eskortiert. Ich selbst und auch andere. Fragil weil immer beides - haltend und lassend, bewegt und doch auf der Stelle - geerdet und doch lösgelost von allzu tiefer Verpflanzung. Es antik zu nennen, wäre wahrlich untertrieben. Es scheint viel älter als ich. Und das Meine kommt mir vor, wie kollegial dazu gesammelt und alles, was mich ausmacht und mein jetziges Leben.
Und dort ist das Tor. Es besteht aus dem ganzen Sammelsurium, von dem ich denke (dachte), dass es mich ausmacht.
Wenn ich mein eigenes Tor durchschreite, ist der Hintergrund weiß.......
Eskorte fragile - 29. Aug, 12:32
Der Morgen hat etwas Neues gebracht - ich weiß noch nicht, was. Als wäre etwas hindurch gelassen worden - als wäre ich verreist letzte Nacht oder ganz durchsichtig geworden - etwas das sich ähnlich anfühlt.
Die Wärme der Losgelassenheit ist noch in die Körperfalten geschmiegt und will nur langsam hinaus - rinnt beinahe widerwillig die Schenkel hinab - zurück zur Erde, aus der sie stammt.
Bilder von Brombeeren in Kinderhänden - schwarz und duftend - Gelächter und blonde Zöpfe - ein Sommerkleid. Traumfetzen hängen im Betthimmel, schaukeln auf den Stuhllehnen, tropfen erst nach und nach in die Erinnerung oder sterben hinüber ins Vergessen - lautlos und ohne den Beigeschmack von Vergänglichkeit.
Dieser Morgen schmeckt nach Karamel - schmeckt nach einem Versprechen. Ich weiß noch nicht welches... ich weiß noch nicht...
Eskorte fragile - 29. Aug, 08:21