Die Legende von Adam und Eva
- eine abstrakte Betrachtung -
Die Legende erzählt, dass Gott die Welt erschuf. Am sechsten Tag erschuf er den Menschen. Er nahm etwas Lehm, formte Adam und blies ihm den Lebenshauch ein. Und weil Adam eine Gefährtin wollte, erschuf er Eva aus Adams Rippe. Ich denke, allen ist diese Geschichte bekannt, in der Eva vom verbotenen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aß und Adam dazu verführte, ihr gleich zu tun und wie sie von einem erzürnten Gott aus dem Paradies hinaus geworfen wurden.
Ich nehme an, dass es den Meisten von uns klar ist, dass dies eine Geschichte und nicht die wortwörtlich zu nehmende Abstammungslehre des Menschen ist.
Und doch behaupte ich, dass diese Geschichte wahr ist....und ich möchte Euch auch erzählen, warum ich das denke.
Ich bin sicher alles andere, als ein gläubiger Christ und ich wäre sicher nicht - wie einige Archäologen - auf die Idee gekommen, das Paradies als einen wirklichen Ort zu suchen, der sich irgendwann einmal auf der Erde befunden haben soll. Ich glaube weder an den Himmel, noch daran, dass das Paradies dort zu suchen wäre.
Setzt man sich eine Weile mit dem Thema auseinander und auch mit den Hintergründen der damaligen Zeit, sowie denen, aus denen heraus Geschichten entstehen, ist man verblüfft, was diese Legende alles her gibt.
Die jüdische Kabbalah als auch die "hohe Kunst der Alchemy" - die im frühen Mittelalter an Bedeutung erlangte, im späten ihre Blüte feierte und im 17. Jhdt. ihren Niedergang hatte, beleuchtet den Anfang der Geschichte anders.
Dem zufolge hieß der erste Mensch "Adam Kadmon" und war männlich und weiblich zugleich - ein Hermaphrodit - und damit der "vollkommene Mensch" - ein Zustand, den die Alchimisten auf materieller und geistiger Ebene herzustellen versuchten, in Form von Goldmacherei, das als das edelste Metall galt, sowie in Form von "Erleuchtung", wofür heute nur noch der Buddhismus bekannt ist, der scheinbar weit von Christentum entfernt ist.
Beide Wege - die Goldmacherei als auch die Erleuchtung - waren das Gleiche - nur auf verschiedenen Ebenen - der geistigen und der materiellen.
Es ist unerheblich, ob wir tatsächlich glauben, dass es diesen Adam Kadmon je wirklich gab - das Entscheidende ist die Symbolik dahinter.
Ich vermute, das Patriachat hat das Seine dazu getan, die Schuld der Verdammnis Eva zuzuschreiben, sowie auch ihre Geburt aus Adams Rippe - ein Umstand, der jahrhundertelang als Rechtfertigung dafür her halten musste, warum die Frau weniger wert sei, als der Mann.
Doch betrachten wir die Symbolik dieser Geschichte an dem Punkt, an dem beide von Baum der Erkenntnis essen und damit Gut und Böse voneinander unterscheiden lernen, kommen wir an die bedeutsame Botschaft dieser Legende.
Dort heißt es, Adam und Eva hätten von der verbotenen Frucht gegessen und haben "sich erkannt und sahen, dass sie nackt waren und schämten sich." Sie nahmen also wahr, dass sie unterschiedlich waren, und sie fielen heraus aus der Einheit, die Gott war.
Plötzlich nahmen sie gut und böse wahr und lernten, zwischen gut und böse zu unterscheiden. Aber was sind "gut und böse"? Zwei Zustande oder Eigenschaften, die sich polar gegenüber stehen.
Und wenn das so ist, dann bedeutet das, das die EIN-sicht Gott und die VIEL-sicht oder auch der Unter-schied - die Scheidung - das Gegenteil ist: der Teufel. (von dem ich allerdings glaube, dass er von Menschen in ihrer "Vielsichtigkeit" und ihrem Vermögen zu unterscheiden, geschaffen worden ist, denn GOTT ist das EINE. Somit ist alles in IHM und es gibt kein Gegenteil von GOTT. Er ist das Einzige, was kein Gegenteil besitzt, das nicht endlich und nicht vorstellbar ist.)
Die Erkenntnis von Gut und Böse ist tatsächlich das einzige Übel, dass die Menschen dazu brachte, zu leiden und Schmerzen zu haben. Denn wäre es uns "gleich-gültig" im wahrsten Sinne des Wortes, würden wir aufhören, es zu werten.
Wir sind nicht vollkommen, wir sehnen uns immer nach dem DU - dem anderen. Wir blieben getrennt von uns selbst und damit vom EINEN - oder umgekehrt - es ist das Gleiche. Wir sind immernoch wie Adam und Eva.
Erlangen wir Selbsterkenntnis, erlangen wir Kenntnis vom EINEN, haben wir EIN-sicht und umgekehrt. Die Geschichte von Adam und Eva und der "Erbsünde" ist -symbolisch betrachtet - also alles andere als unwahr.
Wir leben innerhalb von Polaritäten. Es geht uns und gut oder schlecht, je nachdem, was uns geschieht. Wir sind der Spielball der Dinge. Mal schwingt das Pendel hier hin, mal dort hin, scheinbar unbeeinflussbar.
Doch die alten Alchimisten und die Hermetiker wussten damals - genau wie die Buddhisten heute - wie dieses Pendel anzuhalten und umzukehren ist. Zwischen den Polaritäten gibt es nur einen unbeweglichen Punkt, nämlich den Angelpunkt der Schwingungsachse. Er befindet sich außerhalb von allen Polaritäten und der Mensch, der es schafft, sich dort aufzuhalten ist Meister der Bewegung, nicht ihr Sklave. Wer es schafft, sich dort aufzuhalten, wird EIN-sicht erlangen.
Die Legende erzählt, dass Gott die Welt erschuf. Am sechsten Tag erschuf er den Menschen. Er nahm etwas Lehm, formte Adam und blies ihm den Lebenshauch ein. Und weil Adam eine Gefährtin wollte, erschuf er Eva aus Adams Rippe. Ich denke, allen ist diese Geschichte bekannt, in der Eva vom verbotenen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aß und Adam dazu verführte, ihr gleich zu tun und wie sie von einem erzürnten Gott aus dem Paradies hinaus geworfen wurden.
Ich nehme an, dass es den Meisten von uns klar ist, dass dies eine Geschichte und nicht die wortwörtlich zu nehmende Abstammungslehre des Menschen ist.
Und doch behaupte ich, dass diese Geschichte wahr ist....und ich möchte Euch auch erzählen, warum ich das denke.
Ich bin sicher alles andere, als ein gläubiger Christ und ich wäre sicher nicht - wie einige Archäologen - auf die Idee gekommen, das Paradies als einen wirklichen Ort zu suchen, der sich irgendwann einmal auf der Erde befunden haben soll. Ich glaube weder an den Himmel, noch daran, dass das Paradies dort zu suchen wäre.
Setzt man sich eine Weile mit dem Thema auseinander und auch mit den Hintergründen der damaligen Zeit, sowie denen, aus denen heraus Geschichten entstehen, ist man verblüfft, was diese Legende alles her gibt.
Die jüdische Kabbalah als auch die "hohe Kunst der Alchemy" - die im frühen Mittelalter an Bedeutung erlangte, im späten ihre Blüte feierte und im 17. Jhdt. ihren Niedergang hatte, beleuchtet den Anfang der Geschichte anders.
Dem zufolge hieß der erste Mensch "Adam Kadmon" und war männlich und weiblich zugleich - ein Hermaphrodit - und damit der "vollkommene Mensch" - ein Zustand, den die Alchimisten auf materieller und geistiger Ebene herzustellen versuchten, in Form von Goldmacherei, das als das edelste Metall galt, sowie in Form von "Erleuchtung", wofür heute nur noch der Buddhismus bekannt ist, der scheinbar weit von Christentum entfernt ist.
Beide Wege - die Goldmacherei als auch die Erleuchtung - waren das Gleiche - nur auf verschiedenen Ebenen - der geistigen und der materiellen.
Es ist unerheblich, ob wir tatsächlich glauben, dass es diesen Adam Kadmon je wirklich gab - das Entscheidende ist die Symbolik dahinter.
Ich vermute, das Patriachat hat das Seine dazu getan, die Schuld der Verdammnis Eva zuzuschreiben, sowie auch ihre Geburt aus Adams Rippe - ein Umstand, der jahrhundertelang als Rechtfertigung dafür her halten musste, warum die Frau weniger wert sei, als der Mann.
Doch betrachten wir die Symbolik dieser Geschichte an dem Punkt, an dem beide von Baum der Erkenntnis essen und damit Gut und Böse voneinander unterscheiden lernen, kommen wir an die bedeutsame Botschaft dieser Legende.
Dort heißt es, Adam und Eva hätten von der verbotenen Frucht gegessen und haben "sich erkannt und sahen, dass sie nackt waren und schämten sich." Sie nahmen also wahr, dass sie unterschiedlich waren, und sie fielen heraus aus der Einheit, die Gott war.
Plötzlich nahmen sie gut und böse wahr und lernten, zwischen gut und böse zu unterscheiden. Aber was sind "gut und böse"? Zwei Zustande oder Eigenschaften, die sich polar gegenüber stehen.
Und wenn das so ist, dann bedeutet das, das die EIN-sicht Gott und die VIEL-sicht oder auch der Unter-schied - die Scheidung - das Gegenteil ist: der Teufel. (von dem ich allerdings glaube, dass er von Menschen in ihrer "Vielsichtigkeit" und ihrem Vermögen zu unterscheiden, geschaffen worden ist, denn GOTT ist das EINE. Somit ist alles in IHM und es gibt kein Gegenteil von GOTT. Er ist das Einzige, was kein Gegenteil besitzt, das nicht endlich und nicht vorstellbar ist.)
Die Erkenntnis von Gut und Böse ist tatsächlich das einzige Übel, dass die Menschen dazu brachte, zu leiden und Schmerzen zu haben. Denn wäre es uns "gleich-gültig" im wahrsten Sinne des Wortes, würden wir aufhören, es zu werten.
Wir sind nicht vollkommen, wir sehnen uns immer nach dem DU - dem anderen. Wir blieben getrennt von uns selbst und damit vom EINEN - oder umgekehrt - es ist das Gleiche. Wir sind immernoch wie Adam und Eva.
Erlangen wir Selbsterkenntnis, erlangen wir Kenntnis vom EINEN, haben wir EIN-sicht und umgekehrt. Die Geschichte von Adam und Eva und der "Erbsünde" ist -symbolisch betrachtet - also alles andere als unwahr.
Wir leben innerhalb von Polaritäten. Es geht uns und gut oder schlecht, je nachdem, was uns geschieht. Wir sind der Spielball der Dinge. Mal schwingt das Pendel hier hin, mal dort hin, scheinbar unbeeinflussbar.
Doch die alten Alchimisten und die Hermetiker wussten damals - genau wie die Buddhisten heute - wie dieses Pendel anzuhalten und umzukehren ist. Zwischen den Polaritäten gibt es nur einen unbeweglichen Punkt, nämlich den Angelpunkt der Schwingungsachse. Er befindet sich außerhalb von allen Polaritäten und der Mensch, der es schafft, sich dort aufzuhalten ist Meister der Bewegung, nicht ihr Sklave. Wer es schafft, sich dort aufzuhalten, wird EIN-sicht erlangen.
Eskorte fragile - 12. Okt, 13:24







"Ich nehme an, dass es den Meisten von uns klar ist, dass dies eine Geschichte und nicht die wortwörtlich zu nehmende Abstammungslehre des Menschen ist."
Das ist verrückt nicht? Wir können das gar nicht verstehen, es ist gradezu lächerlich das jemand daran glaubt. Allerding ist es nur ein Sprung von einer Lebenseinstellung zu anderen.
Weißt du, ich hätte es wirklich gerne gesehn den Grundstein dieser Religion, (dahinter steckt allerdings die Annahme das das ganze durch EINE Sache ausgelöst wurde, was ich nicht glaube.
Aber gleichzeitig weiss ich aus der Geschichte das Eine Erfahrung oder Erkenntniss oft zureicht um sein ganzes Leben damit beschäftigt zu sein es zu beweisen oder zu verbreiten)
Die Zweiteilungssymbolik ist eine Konstante (so weit ich weiss) in den Religionen der Welt und, wie Menschen nun mal so sind, wird sich das ganze wirklich aus der sexuellen Fasziniation zwischen Mann - Frau heraus entwickelt haben.
Yin-Yang,(als Beispiel für geistige Prinzipien) Gott-Satan,(als Beispiel für Absolute Personifikationen, monotheismus) Tag-Nacht (als Beispiel für personifizierte Naturphänomene, unitheismus).
Wenn die 1 alles ist, alles beeinhaltet, so ist sie doch starr, sie ist Anfang und Ziel zugleich, doch die Bewegung findet nur dazwischen statt. Es ist absurd.
Einsamkeit........ naja, ich denke, ich hatte schon schlimmere zustände im Leben, als Einsamkeit, aber ob sie erstrebenswert ist? Das möchte ich bezweifeln. Vielleicht EIN(s)samkeit, aber man muss das "sam" ja auch nicht dazwischen schieben :-). EINsicht oder EINheit sind ja völlig andere Dinge, sonst vergleichen wir Äpfel mit Birnen.
Als ich klein war, kannte ich jede Menge Leute, die glaubten, dass wir von Adam und Eva abstammen, oder das zumindest vorgaben. Sie waren allesamt Zeugen Jehovas - und das ist sicher kein ersrebenswerter Zustand - so liberal ich auch bin :-)
Ich denke das EINE können wir uns gar nicht denken - es ist ähnlich wie mit unvorstellbar Großem oder der Unendlichkeit. Es bleibt für unsere kleinen Hirne immer ein Abstraktum.
Im Leben streben wir in unserer Vielfalt jedenfalls immer nach Einheit oder? Vielleicht ist das eine berühmte Huhn-Ei-Frage, ob wir deshalb nach Einheit streben und Zweiheit leben, weil wir sexuell vom anderen Geschlecht fasziniert sind, oder umgekehrt.
Das Bizarre daran ist, dass alle Zustände ja immer gleichzeitig da sind: die Einheit, wie auch die Vielfalt.... und die Vielfalt wird ja auch immer da sein, selbst wenn wir die Einheit jemals erreichen.
Ich denke, die Eins ist sicher Anfang und Ziel zugleich. Wer sagt, dass wir uns tatsächlich fort bewegen, wer sagt, dass wir ein geradeliniges Dasein oder eine Endwicklung haben?
Die Zeit ist eine geradelinige Sache, aber vielleicht nehmen wir die Vielfalt und die Zeit und den Unterschied zwischen den Polaritäten nur deshalb wahr, weil wir hier leben - in einer Welt der Unterschiede, in der eine Gleichzeitig kaum möglich ist und denken uns deshalb eine Geradlinigkeit, weil wir außerstande sind, etwas anderes zu erfassen?
Die Eins wäre ganz sicher statisch - jedenfalls nach unseren Vorstellungen - würde es sich nicht um Gott handeln, der ja auch immer EINS und in der Vielfalt ist. Wir beschränken Gott und unsere Welt auf unseren Wahrnehmungsbereich - die Vorstellung von Gott kann immer nur so endlich sein, wie wir. Und ist nicht alles, was endlich ist, eigentlich nicht Gottes wahres Wesen, sondern nur unsere Vorstellung davon?