So plastisch deine Beschreibung des Wassertropfen-Schicksals auch ist, liebe Eve, der Vergleich Wassertropfen- und Mensch-Sein hinkt auf beiden Beinen. Wasser ist Materie und kann als solche nicht verschwinden. Materie lässt sich nur umwandeln in andere Erscheinungsformen, Wasser zum Beispiel in Eis oder Dampf, Masse zuweilen in Energie. Auch die menschlichen Zellen sind Materie (Haut, Knochen, Wasser, …), und somit unfähig, sich in ein NICHTS auflösen, selbst dann nicht, wenn sie beerdigt, verbrannt oder sonst wie „entsorgt“ werden.
Doch zu einem Menschen gehört bekanntlich mehr: Wissen, Erfahrung, Gefühle, Hoffnungen – Geist und Seele eben. Was geschieht damit, wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen? Hier scheiden sich die Geister.
Die Existenz von Reinkarnation ist bestimmt nicht davon abhängig, welchen Beschluss Kleriker im Jahre 553 fassten, vielleicht aber der Glaube daran. Ich glaube nicht, dass mein Leben und das der meisten Menschen, die ich kenne, anders verliefe, gäbe es diesen Beschluss nicht. Aber das liegt bestimmt an meiner generellen Ungläubigkeit, woran sonst?
du hast recht: die geister scheiden sich dahingehend, was mit dem ganzen nichtmateriellen zeug wird, das wir menschen noch so an (in) uns haben.
die frage dahinter, auf die ich im grunde hinaus wollte war die: wenn der leitsatz "wie unten so oben, wie oben so unten" stimmt (und dass er stimmt, hat die wissenschaft ja zumindest bei dem, was sie bisher erreichte, ausreichend bewiesen - man betrachte sich allein die übereinstimmungen von makro- und mikrokosmos) dann drängt sich doch förmlich die frage auf: wieso soll es dem nichtmateriellen zeug anders ergehen, als der materie?
der reinkarnation isses ebenso wurscht, ob wir daran glauben, wie den gesetzen des nicht-sichtbaren. sie ist wie eine blume, die trotzdem duftet, egal ob jemand daran riecht oder nicht. oder wie der sonne, die scheint, egal ob du drin stehst oder nicht.
leugnen lässt sich aber nicht, dass unsere ganz abendländische kultur nun mal auf dem christentum aufbaut, egal ob wir heute an gott glauben oder nicht. noch vor hundert jahren war das ganz anders. und in diesem zusammenhang ist es sehr wohl von bedeutung, was ein häuflein erdenmenschen im jahre 553 beschloss.
es ist von bedeutung, nicht nur, weil sich noch heute allein durch die frage bezüglich gottes gerechtigkeit, viele leute von glaubensdingen abgestoßen fühlen und unverstanden, sondern vor allem, wenn man die geschichte betrachtet und was dieser beschluss alles zur folge hatte, was bis in die heutige zeit hinein reicht.
generationen glaubten eine verfälschte lehre, die kirche wurde machtvoller inquisitor, die gläubigen konnten ihre sünden durch ablass freikaufen und glaubten, so nicht mehr verantwortlich für ihr tun zu sein.
und überhaupt: wäre der reinkarnationsglaube heute noch lebendig und fester bestandteil unserer kultur, wären wir mit sicherheit eigenverantwortlichere menschen, denn wenn du weißt, dass dein handeln oder nichthandeln konsequenzen nach sich zieht - irgendwann - kannst du dich davor nicht drücken, und wenn du den kopf noch so tief in den sand steckst.
dir auch liebe grüße
leider sind die menschen noch lange nicht so weit, ohne druck und erhobenem zeigefinger eigenverantwortlich zu handeln...hundert jahre reinkarnationsglaube wären wahrscheinlich nicht ausreichend...die menschen hätten sich bestimmt irgendwelche dubiosen regeln erfunden, um ihrem karma doch noch zu entkommen...das unkontrollierbare tier in uns ist noch zu präsent...
na wer redet denn von hundert jahren? das wären seit 553 .... warte..... 1.453 jahre reinkarnationsglaube und die hätten wohl einiges anders verlaufen lassen.
ich überlege gerade, was du mit "unkontrollierbares tier" meinst. ob man den armen viechern damit nich unrecht tut und ob die wirklich was unkontrollierbares oder wider die natur machen - es sei denn, sie sind bse-verseucht.
keine ahnung wie ich auf hundert jahre komme...muß mal in meinem untersten unterbewußtsein nachforschen;-))...kann man allesfressende überlebensgierige einzeller schon zu tieren rechnen??...
naja... irgendwas werden sie ja sein. ich will ja nich philosophisch werden so früh am morgen, aber das kommt wohl drauf an, ob man anderen lebenwesen (außer der "krone der schöpfung") ein bewusstsein unterstellt.
zumindest in der tierwelt macht allesfressen ja sinn, bei menschen sieht das natürlich anders aus, aber da gibts ja auch genuch, die alles fressen.
Wenn im Regen Regentropfen tropfen …
Doch zu einem Menschen gehört bekanntlich mehr: Wissen, Erfahrung, Gefühle, Hoffnungen – Geist und Seele eben. Was geschieht damit, wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen? Hier scheiden sich die Geister.
Die Existenz von Reinkarnation ist bestimmt nicht davon abhängig, welchen Beschluss Kleriker im Jahre 553 fassten, vielleicht aber der Glaube daran. Ich glaube nicht, dass mein Leben und das der meisten Menschen, die ich kenne, anders verliefe, gäbe es diesen Beschluss nicht. Aber das liegt bestimmt an meiner generellen Ungläubigkeit, woran sonst?
LG - CoV
die frage dahinter, auf die ich im grunde hinaus wollte war die: wenn der leitsatz "wie unten so oben, wie oben so unten" stimmt (und dass er stimmt, hat die wissenschaft ja zumindest bei dem, was sie bisher erreichte, ausreichend bewiesen - man betrachte sich allein die übereinstimmungen von makro- und mikrokosmos) dann drängt sich doch förmlich die frage auf: wieso soll es dem nichtmateriellen zeug anders ergehen, als der materie?
der reinkarnation isses ebenso wurscht, ob wir daran glauben, wie den gesetzen des nicht-sichtbaren. sie ist wie eine blume, die trotzdem duftet, egal ob jemand daran riecht oder nicht. oder wie der sonne, die scheint, egal ob du drin stehst oder nicht.
leugnen lässt sich aber nicht, dass unsere ganz abendländische kultur nun mal auf dem christentum aufbaut, egal ob wir heute an gott glauben oder nicht. noch vor hundert jahren war das ganz anders. und in diesem zusammenhang ist es sehr wohl von bedeutung, was ein häuflein erdenmenschen im jahre 553 beschloss.
es ist von bedeutung, nicht nur, weil sich noch heute allein durch die frage bezüglich gottes gerechtigkeit, viele leute von glaubensdingen abgestoßen fühlen und unverstanden, sondern vor allem, wenn man die geschichte betrachtet und was dieser beschluss alles zur folge hatte, was bis in die heutige zeit hinein reicht.
generationen glaubten eine verfälschte lehre, die kirche wurde machtvoller inquisitor, die gläubigen konnten ihre sünden durch ablass freikaufen und glaubten, so nicht mehr verantwortlich für ihr tun zu sein.
und überhaupt: wäre der reinkarnationsglaube heute noch lebendig und fester bestandteil unserer kultur, wären wir mit sicherheit eigenverantwortlichere menschen, denn wenn du weißt, dass dein handeln oder nichthandeln konsequenzen nach sich zieht - irgendwann - kannst du dich davor nicht drücken, und wenn du den kopf noch so tief in den sand steckst.
dir auch liebe grüße
ich überlege gerade, was du mit "unkontrollierbares tier" meinst. ob man den armen viechern damit nich unrecht tut und ob die wirklich was unkontrollierbares oder wider die natur machen - es sei denn, sie sind bse-verseucht.
zumindest in der tierwelt macht allesfressen ja sinn, bei menschen sieht das natürlich anders aus, aber da gibts ja auch genuch, die alles fressen.
so. und jetzt geh ich sie mal besuchen.