Leben mit Frau Mösenknödel
Frau Mösenknödel heißt im wirklichen Leben natürlich nicht Mösenknödel. Im wirklichen Leben ist sie meine bessere Hälfte und das Erste, was ich morgens sehe, wenn ich die Augen aufmache.
Das ist prima – das heißt, wenn ich das Vergnügen hatte, die Nacht ungestört zu verbringen. Frau Mösenknödel ist ein höflicher Mensch – sogar wenn sie den ganzen Ebersberger Forst absägt, bringt sie noch ein „fuligung“ über die Lippen, wenn ich sie antippe, dreht sich um und nimmt sich die nächsten 20 Hektar Wald vor.
Mit der Duldsamkeit einer Litfasssäule durchlöchere ich dann für die nächsten Stunden das Dunkel zwischen Bett- und Zimmerdecke und frag mich, wie in Herrgotts Namen man solche Geräusche erzeugen kann. Die klingen, als hinge da irgendwo ein Knödel fest…… irgendwo GANZ unten.
Aber ich will mich nicht beklagen. Sie hat es schon oft nicht leicht mit mir, die Frau Mösenknödel, bin ich doch z. B: völlig talentfrei, was den Haushaltskram angeht. Man könnte auch einfach faul dazu sagen, aber das klingt so…. naja, Sie wissen schon.
Nicht, dass Frau Mösenknödel darin talentierter wäre, als ich. Sie ist großartig, was das Überleben in freier Wildbahn betrifft – aber Sie sollten ihr nie - niemals - die Befüllung der Spülmaschine überlassen, außer Sie legen Wert darauf, dass so ein armes Tab seine Lebenskraft für erbärmliche drei Teller verschwendet. Mehr passen da nämlich nicht rein, wenn Frau Mösenknödel sich bar jeder Umweltfreundlichkeit und völlig belehrungsresistent der Sache annimmt.
Abgesehen davon, dass sie sinnlos Spültabs dahinmeuchelt, und diese Arbeit also wohl oder übel an mir kleben bleibt, will ich nicht riskieren, innerhalb einer Woche in einem Tellerberg von den Ausmaßen des Kilimandscharo zu ersticken, gehört das Fallenstellen eindeutig zu ihren Stärken.
Dazu verteilt sie – wie bei Jägern und Sammlern so üblich – geschickt den Köder. In meinem Fall ist das z. B: eine Schachtel Zigis - frisch vom Automaten. Wenn dann mein vor Nikotin gierender - und dadurch leichtsinnig gewordener - Organismus auf dem Weg in die Küche = zur Erlösung ist, passiert’s: Sauerstoffüberflutet wie ich bin, tappe ich in den Hinterhalt, der immer aus einem Paar gerade ausgezogener Schuhe besteht. Behauptet sie jedenfalls.
Allerdings: Wenn das wahr wär, wäre sie mindestens ein Tausendfüßler, denn die Dinger lauern überall und gut verteilt über alle Räume.
Frau Mösenknödel ist einfach nicht für die Zivilisation geschaffen. Und ich? Ich sollte meine Konsequenzen daraus ziehen, wobei ich wählen kann zwischen aufhören zu rauchen, ständig rauchen oder alsbald eine Unfallversicherung abschließen, denn das Leben mit Frau Mösenknödel ist gefährlicher, als ein Überlebenstraining im afrikanischen Busch.
Das ist prima – das heißt, wenn ich das Vergnügen hatte, die Nacht ungestört zu verbringen. Frau Mösenknödel ist ein höflicher Mensch – sogar wenn sie den ganzen Ebersberger Forst absägt, bringt sie noch ein „fuligung“ über die Lippen, wenn ich sie antippe, dreht sich um und nimmt sich die nächsten 20 Hektar Wald vor.
Mit der Duldsamkeit einer Litfasssäule durchlöchere ich dann für die nächsten Stunden das Dunkel zwischen Bett- und Zimmerdecke und frag mich, wie in Herrgotts Namen man solche Geräusche erzeugen kann. Die klingen, als hinge da irgendwo ein Knödel fest…… irgendwo GANZ unten.
Aber ich will mich nicht beklagen. Sie hat es schon oft nicht leicht mit mir, die Frau Mösenknödel, bin ich doch z. B: völlig talentfrei, was den Haushaltskram angeht. Man könnte auch einfach faul dazu sagen, aber das klingt so…. naja, Sie wissen schon.
Nicht, dass Frau Mösenknödel darin talentierter wäre, als ich. Sie ist großartig, was das Überleben in freier Wildbahn betrifft – aber Sie sollten ihr nie - niemals - die Befüllung der Spülmaschine überlassen, außer Sie legen Wert darauf, dass so ein armes Tab seine Lebenskraft für erbärmliche drei Teller verschwendet. Mehr passen da nämlich nicht rein, wenn Frau Mösenknödel sich bar jeder Umweltfreundlichkeit und völlig belehrungsresistent der Sache annimmt.
Abgesehen davon, dass sie sinnlos Spültabs dahinmeuchelt, und diese Arbeit also wohl oder übel an mir kleben bleibt, will ich nicht riskieren, innerhalb einer Woche in einem Tellerberg von den Ausmaßen des Kilimandscharo zu ersticken, gehört das Fallenstellen eindeutig zu ihren Stärken.
Dazu verteilt sie – wie bei Jägern und Sammlern so üblich – geschickt den Köder. In meinem Fall ist das z. B: eine Schachtel Zigis - frisch vom Automaten. Wenn dann mein vor Nikotin gierender - und dadurch leichtsinnig gewordener - Organismus auf dem Weg in die Küche = zur Erlösung ist, passiert’s: Sauerstoffüberflutet wie ich bin, tappe ich in den Hinterhalt, der immer aus einem Paar gerade ausgezogener Schuhe besteht. Behauptet sie jedenfalls.
Allerdings: Wenn das wahr wär, wäre sie mindestens ein Tausendfüßler, denn die Dinger lauern überall und gut verteilt über alle Räume.
Frau Mösenknödel ist einfach nicht für die Zivilisation geschaffen. Und ich? Ich sollte meine Konsequenzen daraus ziehen, wobei ich wählen kann zwischen aufhören zu rauchen, ständig rauchen oder alsbald eine Unfallversicherung abschließen, denn das Leben mit Frau Mösenknödel ist gefährlicher, als ein Überlebenstraining im afrikanischen Busch.
Eskorte fragile - 7. Apr, 07:24






