Feuertanzbeeren, Flamenco und Krokant
Alle, die ich kenne, befinden sich mit mir auf einem Zeltplatz. Ich habe vergessen, bei wem, aber irgendwo bin ich zum Essen eingeladen. Es gibt Gehirn und es schaut verdächtig nach einem menschlichen Gehirn aus. In den Windungen stecken Knoblauchzehen und Mandeln, darüber aufgetürmt ein Berg gerösteter Maden. Zur Garnierung liegen „Feuertanzbeeren“ oben drauf. Lila und oval, wie lang gezogene Hagebutten schaun sie aus. Tatsächlich koste ich eine von den Beeren und scheine ganz vergessen zu haben, wie sie schmecken. (Beim Aufwachen staunte ich, dass ich sie tatsächlich schmecken konnte. Dabei war es ganz klar: Ich habe vergessen, wie sie schmecken, weil ich vergessen hatte, wie Feuertanz klingt. Beim Essen der Beere konnte ich ihn hören. Es war ein Flamenco.)
Szenewechsel.
Meine Freundin S. sitzt vor meinem Zelt und hat furchtbares Kopfweh. Ich streiche mit beiden Daumen über ihre Stirn. Das scheint ihr Unwohlsein zu verbessern, also reibe ich weiter bis ich schließlich ein Loch in den Schädel gerieben habe. Aber ich soll noch weiter machen, und so breche ich die Stirn vorsichtig bis zur Hälfte herunter, achte darauf, dass ich keine Kopfhaut mit abbreche, wo Haar wächst, damit man nachher nichts sieht. Die Bruchstücke zerbröseln unter meinen Fingern wie weicher Krokant. Sie sitzt da und lächelt. Die Schmerzen sind nun vorüber. Im Kopf ist kein Hirn. Innen ähnelt er einer Tonschüssel. Ein bisschen Kondenswasser hat eine Pfütze gebildet und ein paar Brocken Krokant schwimmen darin. Die fische ich heraus und mache ihr eine perfekte neue Stirn mit Gips. Dann küsse ich sie auf die frisch getrocknete Stelle und frage: „Habe ich das nicht perfekt hingekriegt? (Es war wirklich eine schöne, glatte Stirn.) Sie nickt nur und lächelt.
Szenewechsel.
Meine Freundin S. sitzt vor meinem Zelt und hat furchtbares Kopfweh. Ich streiche mit beiden Daumen über ihre Stirn. Das scheint ihr Unwohlsein zu verbessern, also reibe ich weiter bis ich schließlich ein Loch in den Schädel gerieben habe. Aber ich soll noch weiter machen, und so breche ich die Stirn vorsichtig bis zur Hälfte herunter, achte darauf, dass ich keine Kopfhaut mit abbreche, wo Haar wächst, damit man nachher nichts sieht. Die Bruchstücke zerbröseln unter meinen Fingern wie weicher Krokant. Sie sitzt da und lächelt. Die Schmerzen sind nun vorüber. Im Kopf ist kein Hirn. Innen ähnelt er einer Tonschüssel. Ein bisschen Kondenswasser hat eine Pfütze gebildet und ein paar Brocken Krokant schwimmen darin. Die fische ich heraus und mache ihr eine perfekte neue Stirn mit Gips. Dann küsse ich sie auf die frisch getrocknete Stelle und frage: „Habe ich das nicht perfekt hingekriegt? (Es war wirklich eine schöne, glatte Stirn.) Sie nickt nur und lächelt.
Eskorte fragile - 30. Apr, 10:58






