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Wasser, Erde und Blut

Ich träumte:
Eine Baustelle - nur Wände - hochgezogen ins blaue Nichts des Himmels. Die Betonwände wurden mit Wassertapete beklebt und ich dachte: Vielleicht soll das ein Schwimmbad werden?
Eine kleine Treppe war da - ein Holzgeländer daran und auch die Stufen und das Geländer, beklebte man mit dieser Wassertapete. Und ich dachte: Wenn das ein Schwimmbad sein soll und da wirklich ein Wasserbecken hinkommt, sieht man gar nicht, wo das wirkliche Wasser aufhört und das falsche anfängt.
Ein Stück abseits von der Baustelle - tief im Matsch der aufgerissenen Erde - lag eine Frau. Sie trug ein rotes Kleid und einen roten Schuh. Der andere lag daneben. Ihr langes Haar war in der Erde versunken.
Darum herum ein Pulk Arbeiter, die standen und gafften. Vor ihr kniete ein Schwarzer in weißem Anzug. Er hielt seinen Schwanz in der Hand und ich wusste - keine Ahnung woher - dass alle Herumstehenden schon dasselbe mit ihr gemacht hatten, was er nun tat. An der Wurzel war sein Schwanz dick und dunkel, die Spitze rosa und dünn wie ein Regenwurm und besaß eine Art Saugöffnung.
Die Frau rührte sich nicht mehr, als er kam.
Alle taten, als wäre sie nur eine Hure, ein Stück Fleisch. Doch sie war eine Ehefrau. Ihr Mann hatte sie verkauft für dieses morbide Spiel und fuhr sie anschließend in seinem weißen Mercedes nach Hause. Sie blutete zwischen den Beinen auf die weißen Ledersitze und sagte nichts, bewegte sich nicht.
Mit niemanden konnte ich mich in diesem Traum identifizieren und auch sonst kam mir keiner bekannt vor. Manchmal sehen die Menschen im Traum anders aus, als im Leben, doch ich erkenne sie immer, weil das Aussehen im Traum ihnen noch mehr entspricht, als das tatsächliche.
Doch nicht hier. Hier war ich irgendwie als unsichtbarer Zuschauer hinein geraten und wusste nicht, was ich dort soll. Nur sehen sollte ich. Das war klar.
siam - 24. Aug, 17:03

Als Kind

waren Träume von Erde, besonders in Matschform, sowie Baustellen (incl. großen Baggern mit tiefen Reifenprofilen) meine Grund-Träume. Je fester die Erde, desto besser ging es mir. Meistens versank ich oder war gar unter der Erde begraben. Es ist auch der erste Traum überhaupt, an den ich mich erinnere.
Haben wir da schon wieder etwas verbunden? Ich bin heute sehr entspannt aufgewacht, als hätte jemand anders das Träumen für mich übernommen :)

Eskorte fragile - 24. Aug, 17:58

ja, es waren solche reifenspuren in der matschigen, aufgeworfenen erde, wie die, in denen du gegangen bist.
ich erinnere mich nicht, ähnliches schon mal geträumt zu haben.
siam - 25. Aug, 13:10

ja, das Bild. Du hast das Foto gesehen, von mir, in Schwarzweiß. Wir sprachen darüber.
Es wurde dir ein Einblick in someone else´s Vergangenheit gewährt. Das gehört eigentlich ins Vitriol.
Eskorte fragile - 25. Aug, 14:38

dann tu es doch rein :-)
siam - 25. Aug, 14:58

NOCH

habe ich keine Admin-Rechte bei Eskortes Sofa-Aphorismen :)
schneegans (anonym) - 24. Aug, 18:18

Glaub mir liebe Eve;
Träume verwurschteln irgendwas
das man in seinem Innersten irgendwo oder irgendwann versteckt hat.
Ich dachte mir auch schon manchmal WARUM träumte ICH jetzt genau dies und dann wurde mir bewusst;
Nein, nicht ich war in diesem Traum gemeint
sondern.....
meine Sister,
mein Bruder,
meine Mutter
....
und manchmal aber auch ich :-(

Eskorte fragile - 24. Aug, 18:19

verwirrend war mir nur, dass ich das gefühl hatte beim träumen, ich müsste SO genau hinsehen - sollte es unter allen umständen sehen....
schneegans (anonym) - 24. Aug, 18:42

verwirrend war mir nur, dass ich das gefühl hatte beim träumen, ich müsste SO genau hinsehen - sollte es unter allen umständen sehen....

und vermutlich hast du was aufgearbeitet, dessen du dir im Moment nur noch nicht bewusst bist?

Eskorte fragile - 24. Aug, 19:51

keine ahnung. wer weiß.....

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hellwach.twoday.net - 25. Aug, 16:22

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