Konsequente Gedankenschleife
Konsequenz ist mitunter ein ziemlich lästiges Ding. Bei allem Guten, das sie nach sich zieht, kann sie sich bis zur Verbohrtheit auswachsen, als "Strenge" betitelt werden von allen, die es nicht, oder nicht so sind, weil ich nicht verstehe, wie man Zustände aufrecht erhalten kann, die unhaltbar sind - gegen die sich innerlich alles sträubt, ohne kurz- oder mittelfristig etwas dagegen zu unternehmen.
Das hat wenig damit zu tun, dass die Welt so zu funktionieren hat, wie ich das gern hätte oder für richtig halte.
Es ist eine ganz pragmatische Angelegenheit: Alles, was ich tue oder lasse, wird die entsprechenden Folgen nach sich ziehen. Wie ist es möglich, mit sich geschehen zu lassen, ohne gestaltend einzugreifen, wie ist es möglich, sich Tag um Tag und Jahr um Jahr zu beklagen über Unhaltbares und es doch zu halten?
"Die Furcht" ist die einzige Antwort, die mir dazu einfällt.
Eine Furcht, die das Morgen betrifft, die das Jetzt völlig außer Acht lässt, als existiere es nicht.
Und wenn ich mich an dieser Betrachtung weiter hangele, dann ergeben sich die nächsten Fragen: Wie kommt einer darauf, dass er morgen genauso weiterleben muss, wie er es heute getan hat? Wie kommt einer zu dem Glauben keine Wahl zu haben? Wie kann einer in einem Morgen etwas noch Schlimmeres befürchten, wenn das Heute schon so überaus elend und unzufriedenstellend ist? Was ist schlimmer, als ein schlimmes Jetzt, dass man selber wählt, weil man der Furcht Nahrung gibt? Wie geht das, dass einer aus Furcht all seine Verantwortung in die Umstände legt? Und was gibt es in Wirklichkeit zu befürchten?
Wenn ich da bis zum Ende denke, gelange ich bei den ganz archaischen Dingen an: Das Überleben mit allem, was es ausmacht. Dazu gehören Krankheit und Tod, wozu alle lebensnotwendigen Dinge zählen, wie Essen, Trinken, Schlafen und Wärme, sowie soziale Integration.
All die Dinge, die einen erhalten. Fehlt eins, wird man krank.
Aber war es nicht zu allen Zeiten so, dass wir uns vor allem vor dem Unbekannten fürchteten? Vor Machtlosigkeit oder vor einem Machtvolleren? Vor einem Ende des Ich? Das wiederum im Morgen ist oder im Gleich, nie aber im Jetzt? (Was haben wir mit unserem Jetzt gemacht - dem einzigen ortlosen Ort und der einzigen zeitlosen Zeit, wo und in der wir wirklich sein können? Ignorieren wir das in unserer Furcht?)
Wenn ich nach Spuren dieser Furcht suche, dann finde ich sie auch in mir. Konsequenz ist ein wirklich lästiges Ding.
Das hat wenig damit zu tun, dass die Welt so zu funktionieren hat, wie ich das gern hätte oder für richtig halte.
Es ist eine ganz pragmatische Angelegenheit: Alles, was ich tue oder lasse, wird die entsprechenden Folgen nach sich ziehen. Wie ist es möglich, mit sich geschehen zu lassen, ohne gestaltend einzugreifen, wie ist es möglich, sich Tag um Tag und Jahr um Jahr zu beklagen über Unhaltbares und es doch zu halten?
"Die Furcht" ist die einzige Antwort, die mir dazu einfällt.
Eine Furcht, die das Morgen betrifft, die das Jetzt völlig außer Acht lässt, als existiere es nicht.
Und wenn ich mich an dieser Betrachtung weiter hangele, dann ergeben sich die nächsten Fragen: Wie kommt einer darauf, dass er morgen genauso weiterleben muss, wie er es heute getan hat? Wie kommt einer zu dem Glauben keine Wahl zu haben? Wie kann einer in einem Morgen etwas noch Schlimmeres befürchten, wenn das Heute schon so überaus elend und unzufriedenstellend ist? Was ist schlimmer, als ein schlimmes Jetzt, dass man selber wählt, weil man der Furcht Nahrung gibt? Wie geht das, dass einer aus Furcht all seine Verantwortung in die Umstände legt? Und was gibt es in Wirklichkeit zu befürchten?
Wenn ich da bis zum Ende denke, gelange ich bei den ganz archaischen Dingen an: Das Überleben mit allem, was es ausmacht. Dazu gehören Krankheit und Tod, wozu alle lebensnotwendigen Dinge zählen, wie Essen, Trinken, Schlafen und Wärme, sowie soziale Integration.
All die Dinge, die einen erhalten. Fehlt eins, wird man krank.
Aber war es nicht zu allen Zeiten so, dass wir uns vor allem vor dem Unbekannten fürchteten? Vor Machtlosigkeit oder vor einem Machtvolleren? Vor einem Ende des Ich? Das wiederum im Morgen ist oder im Gleich, nie aber im Jetzt? (Was haben wir mit unserem Jetzt gemacht - dem einzigen ortlosen Ort und der einzigen zeitlosen Zeit, wo und in der wir wirklich sein können? Ignorieren wir das in unserer Furcht?)
Wenn ich nach Spuren dieser Furcht suche, dann finde ich sie auch in mir. Konsequenz ist ein wirklich lästiges Ding.
Eskorte fragile - 29. Okt, 10:50






