Auf dem Weg
Die frühen Hände, die suchen
gleiten immer zu tief in die Tasche
gleich da, neben das Malzbonbon
und die zehn Gebote.
Der Sommer hängt noch an einem Faden.
Über den Dächern fliegt ein roter Drachen
mit zwanzig Pfennig, Kinderlachen und Asche
und ihr sitzt bei Kaffee und Kuchen.
Ich male dem Wind ein neues Gesicht
aus durchgestrichenen Fäden,
sauge das Grün aus den prallen Blättern
und die Milch aus den Löwenzähnen.
Dann bastle ich mir eine Taschentuchdecke
aus lila Pusteblumen
und einem Fenster ohne Läden
mit Streifen aus Vergißmeinnicht.
06/2004
gleiten immer zu tief in die Tasche
gleich da, neben das Malzbonbon
und die zehn Gebote.
Der Sommer hängt noch an einem Faden.
Über den Dächern fliegt ein roter Drachen
mit zwanzig Pfennig, Kinderlachen und Asche
und ihr sitzt bei Kaffee und Kuchen.
Ich male dem Wind ein neues Gesicht
aus durchgestrichenen Fäden,
sauge das Grün aus den prallen Blättern
und die Milch aus den Löwenzähnen.
Dann bastle ich mir eine Taschentuchdecke
aus lila Pusteblumen
und einem Fenster ohne Läden
mit Streifen aus Vergißmeinnicht.
06/2004
Eskorte fragile - 7. Jun, 23:05







ist ein seltener Gast.
Über Nacht bleibt sie nie,
Tee trinkt sie mit Hast.
Wenns nur sie wär,
sie würd ich schon kennen!
Ihr Sessel ist leer,
ihre Lieder verbrennen.
Es ist ein anderer Besuch,
der wird ein bisschen bleiben...
er malt in ein goldenes Buch
zerbrochene Fensterscheiben.
das ist ein schönes gedicht. ich versteh nur nicht, was das gefühl von melancholie mit hast zu tun hat - auch nicht, wenn ich meine intuition bemühe. wenn ich melancholisch bin, bin ich eher sehr ruhig.
liebe grüße
eve
Guten Morgen, liebe Eve :-)
Es ist ein recht persönliches Gedicht und stammt aus einer Zeit (2003) wo es mir sehr schlecht ging.
Ich wünschte mir damals Melancholisch zu sein, das wäre das geringere "Übel" gewesen.
Jeder erlebt die Melancholie ein bissl anders, aber ruhig und still werde ich auch dabei.
Die "Hast" bezog sich nur auf die Dauer der Stimmung.