Die Welt stinkt
alle gerüche sind so groß. die nacht kommt mit gerüchen, die mir fremd sind. es erscheint mir, als hätte ich sie seit meiner kindheit nicht mehr gerochen. die nächte riechen nach kindheit, nach sommererde und schweren blüten, nach gras.
alles zivilisierte stinkt erbärmlich, wenn man aufhört, zu rauchen. die autos, die eigene wohnung erscheint einem muffig nach so vielen tagen des rauchens, die klamotten, ja man selber.
ich frage mich, wie weit ich mich in den mehr als 15 jahren nikotinkomsum von mir selbst entfernt habe. weit - ist die antwort. sehr weit. ich weiß nicht, wie man erwachsen ist, ohne rauchen. es erscheint mir, als wüsste ich nichts. nichts von mir und nichts von den dingen, wie sie wirklich sind, nicht einmal von denen, die man mit den 5 sinnen wahrnehmen kann.
ich denke, dass ich die destruktiven verhaltensmuster, die man mir sozusagen "vererbte" auf diese weise weiterhin auslebe. das "ich kann und bin nichts und werde nie was sein oder haben" von früher setze ich auf diese weise weiter fort. vielleicht auch nur, um nicht festzustellen: ich kann und bin nichts und werde nie was sein oder haben.
die erbärmliche wahrheit ist: ich fürchte mich halbwegs zu tode. das erscheint mir beinahe wie ein schlechter witz, denn ich fürchte mich wenig vor den dingen, vor denen sich die meisten leute so fürchten. doch ich fürchte mich definitiv und zwar vor mir selber. ich denke, damit geht es mir nicht viel anders, als den meisten leuten - nur anstatt mein leben mit dieser unbewussten furcht zu verdämmern, habe ich gerade das zweifelhafte vergnügen, es hautnah und akut zu erleben.
ich fürchte, noch viel andersartiger zu sein, als ich es jetzt schon bin, was unsinn ist, denn abgeschiedener als abgeschieden kann man wohl kaum sein, und kaum fremder als fremd. dabei geht es gar nicht so sehr um das verhältnis zu anderen menschen - es geht um das verhältnis zu mir selber. zu wem sage ich "ich"? alle bestandteile, die ich als "ich" definierte lösen sich auf - mitten am hellichten tage. ich bekomme leider nicht die gnade, daneben zu stehen und dabei zuzusehen. ich bleibe drin und schaue dem "mir" bei der auflösung zu. manchmal bin ich mir echt too much!
es ist bitter, wenn selbst D A S kaum in der lage ist, einen davon abzubringen...
alles zivilisierte stinkt erbärmlich, wenn man aufhört, zu rauchen. die autos, die eigene wohnung erscheint einem muffig nach so vielen tagen des rauchens, die klamotten, ja man selber.
ich frage mich, wie weit ich mich in den mehr als 15 jahren nikotinkomsum von mir selbst entfernt habe. weit - ist die antwort. sehr weit. ich weiß nicht, wie man erwachsen ist, ohne rauchen. es erscheint mir, als wüsste ich nichts. nichts von mir und nichts von den dingen, wie sie wirklich sind, nicht einmal von denen, die man mit den 5 sinnen wahrnehmen kann.
ich denke, dass ich die destruktiven verhaltensmuster, die man mir sozusagen "vererbte" auf diese weise weiterhin auslebe. das "ich kann und bin nichts und werde nie was sein oder haben" von früher setze ich auf diese weise weiter fort. vielleicht auch nur, um nicht festzustellen: ich kann und bin nichts und werde nie was sein oder haben.
die erbärmliche wahrheit ist: ich fürchte mich halbwegs zu tode. das erscheint mir beinahe wie ein schlechter witz, denn ich fürchte mich wenig vor den dingen, vor denen sich die meisten leute so fürchten. doch ich fürchte mich definitiv und zwar vor mir selber. ich denke, damit geht es mir nicht viel anders, als den meisten leuten - nur anstatt mein leben mit dieser unbewussten furcht zu verdämmern, habe ich gerade das zweifelhafte vergnügen, es hautnah und akut zu erleben.
ich fürchte, noch viel andersartiger zu sein, als ich es jetzt schon bin, was unsinn ist, denn abgeschiedener als abgeschieden kann man wohl kaum sein, und kaum fremder als fremd. dabei geht es gar nicht so sehr um das verhältnis zu anderen menschen - es geht um das verhältnis zu mir selber. zu wem sage ich "ich"? alle bestandteile, die ich als "ich" definierte lösen sich auf - mitten am hellichten tage. ich bekomme leider nicht die gnade, daneben zu stehen und dabei zuzusehen. ich bleibe drin und schaue dem "mir" bei der auflösung zu. manchmal bin ich mir echt too much!
es ist bitter, wenn selbst D A S kaum in der lage ist, einen davon abzubringen...
Eskorte fragile - 16. Jun, 22:28







Das merke ich jedesmal, bevor ich meine Migräne bekomme.
An solchen Tagen kann ich fast nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
Am Land ist es anders.... das einzige Unangenehme das ich vor einer Migräne rieche --- bin ich selbst, meine Kleidung ...nach Rauch
Ich weiß ganz genau, daß Rauchen schlecht ist.
Es nervt mich, alles stinkt...
Wieso kann ich nicht einfach aufhören?
Ich bin nicht nikotinsüchtig, es ist was anderes.
Was es ist, weiß ich nicht.
Ich weiß auch nicht, wie man erwachsen ist, ohne zu rauchen.
"ich kann und bin nichts und werde nie was sein oder haben"
Siehst, Du kannst
Hast Du nicht aufgehört zu Rauchen?
Ich habs noch nicht geschafft....
Du bist
Z.B.:Wenn Du nicht wärst, würde der Blog nicht existieren
und ich würde nicht über Deine Beiträge nachdenken oder schreiben.
Es gibt unzählige Beispiele.....
Was man sein wird in Zukunft:
da denk ich, bestimmen wir selbst mit unseren Träumen /Gedanken
Was man haben wird,
da finde ich, es ist egal, solange es um Besitz geht, was man hat oder was man nicht hat.
Mich belastet Besitz (Bücher, Fotos, Platten, Geschenke) sogar.
Ich kann nix wegwerfen, alles erinnert mich an was.
Ich finde beim "Haben" sind die obligaten "3 Feenwünsche" wichtig:
Gesundheit, Glück und Liebe
Bei der Furcht kann ich wenig mitreden.
Denn momentan bin ich so mit Alltagskram beschäftigt, daß es mir nicht gelingt mich auf mich selbst zu beziehen.
Ich funktioniere....
aber nebenbei BIN ich auch
Die Furcht drückt sich bei mir meist psychosomatisch aus.
Ich kann dann nicht schlafen, kriege Migräne.....so schließt sich der Kreis zum Gestank der Welt.
ich habe leider die äußerst unbequeme eigenschaft alles ständig hinterfragen zu müssen und mich mit teilantworten nicht zufrieden gebe. das hat zwar den vorteil, dass man sich über einige dinge klarer ist als früher, aber wo ein vorteil ist, ist meist auch ein nachteil - hier der, dass ich mich ständig an mir selber reibe.
somit will ich wissen, wer ich bin, wenn ich all das nicht mehr bin, was ich glaubte, zu sein. alles das, wofür wir uns halten sind nur vorstellung von uns selber, genauso wie uns nur subjetive vorstellungen von der welt machen können. man könnte sagen: ich denke oder schreibe, also bin ich. aber wer bin ich denn, wenn ich nicht denke oder schreibe?
der komplex "ich kann nichts und bin nichts" stammt noch von den hervorragenden erziehungsmethoden meiner eltern. wenn mein vater irgendwas je über mich sagen konnte, dann waren das folgende dinge: "tochter, du bist nicht überdurchschnittlich intelligent und nichts sehr ansehnlich und für deine zukunft sehe ich schwarz". ich habe viele jahr damit verbracht ihm - und auch mir das gegenteil zu beweisen. aber das kleine kind gibts da immer noch drin, auch wenn ich längst erwachsen bin und weit davon entfernt, meine eltern für alle meine probleme verantwortlich machen zu wollen.
man kann sage: es krankt eher am system, denn wo sind menschen, die viel von sich halten? ich bin kaum jemandem begegnet. wir haben nie gelernt, was es heißt zum 100 % verantwortlich für uns selber zu sein - für unser seelisches und auch unser körperliches wohlergehen, auch wenn wir oft so tun, als ob. wir haben nicht gelernt, was es heißt, bedingungslos geliebt zu werden und zu lieben, sondern statt dessen, wir uns am besten gesellschaftlich anpassen können, wie wir uns bequem und angenehm machen können für andere menschen. das können wir in teilbereichen bis zur perfektion. aber nie hat uns einer beigebracht, wie großartig wir sind und zwar ganz unabhängig davon, was wir TUN. oder?
über psychosomatisches leiden kann ich ein buch schreiben :-(
Egozentrisch wie ich bin, messe ich das an mir selbst: ein gesundes "Mal so, mal so" an Selbsteinschätzung und pendeln zwischen Höhenflug und Ambodenzerstört halte ich für ok.
Was uns die Eltern mitgeben ist oft schon ein "Binkerl" was wir zu tragen haben....
Mein Vater war enttäuscht, als ich zur Welt kam. Er wünschte sich einen Buben und ließ mich das meine ganze Kindheit hindurch spüren.
"Ich denke und schreibe, dann bin ich."
Ich kann nicht "nichts" denken, wenn ich meine nichts zu denken, dann bin ich irgendwo versunken, dann denke ich auch, aber auf einer anderen Ebene.
Bedingungslos zu lieben und geliebt zu werden sind Ideale.
Wir können uns diesen Idealen nähern.
Vielleicht lieben manche Mütter ihre Kinder bedingungslos?
Ich weiß es nicht...
Ich wurde leider so erzogen, wie es am bequemsten für meine Eltern war und nicht, wie ich am besten durch die Welt komme. (...anzupassen und bequem und angenehm für andere Menschen zu machen...)
Man kann sich davon frei machen, zumindest in den Bereichen, deren Muster man erkannt hat.
Damit kämpfe ich bis heute.
Aber gut so, denn kämpfen hab ich auch erst lernen müssen :-)
Vielleicht muss man sich selbst beibringen, wie großartig man ist, und sich annehmen, egal was man tut.
ja, das muss man...
man hat auch grund, die menschen suspekt zu finden, die sehr viel von sich halten, denn meist kompensieren ja damit auch nur die eigene unsicherheit. ich hab nur einmal in meinem leben einen menschen getroffen, bei dem das echt war und diese echtheit ist geradezu fantastisch und frei von jeglicher schöntuerei.
ich denke, man kann dann bedingungslos lieben, wenn man das zuallererst an sich selber kann. aber die mutterliebe geht schon in diese richtung - immerhin ist es meistens so, dass mütter ihre kinder lieben - egal, was sie anstellen und wer sie sind - auch wenn mütter eben auch nur menschen sind und damit unvollkommen und somit fehler machen, wie wir alle.
"....Illusion, daß man ohne Rauch nicht mehr glücklich sein kann"
Als nichtrauchender Jugendlicher war man glücklich ohne Rauch.
Vielleicht ein kleiner Tip:
Visualisieren
lichtgeschwindigkeit
visualisation übe ich schon. es wird schon werden mit der nichtraucherei - derzeit werde ich hin und wieder schon noch rückfällig, aber ich bleib am ball.
Die große Wiese und die Ribisel warten schon auf mich,
ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
bildungslücke
vielleicht füllst du ja in der kommenden woche meine bildungslücke?
Wienerisch Kurs 1:
Ribisel = Johannisbeeren
Agrazel (auch Ogrozel) = Stachelbeeren
Wir haben eine Zeile Beerensträucher, die Ribisel waren *mjam* lecker :-)
Jetzt sind Kirschen, Ribisel, Holler (Hollunder), Salate zu ernten. Und falls man zum Färben oder Nuss-Schnaps-Ansetzen unreife Nüsse braucht, ist die Zeit um die Sonnenwende am besten.