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Das hermetische Weltbild als Alternative

die alten alchimisten teilten die bestandteile dessen, was ist, in vier
elemente auf. die klassischen vier elemente sind: feuer, wasser, luft und erde. ein chemiker lacht sich heute darüber schlapp. wenn er lacht, hat er gleichzeitig recht und unrecht. recht hat er, weil er nicht weiß, was damit gemeint ist. dabei ist es tatsächlich so, dass alle dinge daraus bestehen.


feuer = stoffe, die alles so verwandeln, dass ihre typischen bestandteile aufgelöst werden

wasser = stoffe, die sich verändern durch die aufnahme anderer bestandteile (passiv)

erde = stoffe, die durch hinzufügen von anderen bestandteilen verändert werden (aktiv)

luft = flüchtige stoffe

alle dinge bestehen also aus verbindungen dieser vier elemente - reagieren miteinander aufgrund ihrer unterschiedlichen beschaffenheit.

hermesdie hermetischen prinzipien stammen von einem mann, den man hermes trismegistos nannte - den dreimal großen hermes. der legende nach nannte man ihn deshalb so, weil er die meisterschaft erlangt hatte über alle drei ebenen: der der materie, der der seele und der des geistes.

meistert man diese drei ebenen und führt die große verwandlung durch (transmutation), so erreicht man, das "aurum potabile" - den stein der weisen, den es materiell gibt und auf mentaler ebene. die legende sagt weiterhin, dass er einst vom planeten venus stammte, als dieser noch besiedelt war. (wusstest du, dass es auf der venus pyramiden gibt? man kann sie sehen.)

als die erde noch im lemurischen zeitalter war und es den kontinent mu - auch atlantis genannt - noch gab, wurde er auf der erde geboren. beim untergang des kontinentes mu, trug er die weisheit nach ägypten, wo sie eine blütezeit erreichte. das war die glanzzeit der pharaonen, in der nur "erleuchtete" die götterschaft erreichten und pharaonen wurden. ägypten war lange das alte zentrum für die weisheitsschulen. das wissen, das damals dort gelehrt wurde, hat sich bis heute in vielen lehren erhalten, wie z. b. in der der rosenkreuzer.

hermes trismegistos also verfasste 7 prinzipien, nach denen alles, was ist, funktioniert. er schrieb sie, der legende nach, auf smaragdene tafeln, die lange in der cheopspyramide verborgen wurden und erst in diesem jahrhundert nach südamerika gebracht worden sein sollen. die alten alchimisten nannten sie: die tabula smaragdina. diese sind bis heute in form des "kybalion" überliefert.

auf dieser steht:

"Es gibt sieben Prinzipien der Wahrheit. Derjenige, der sie kennt im wahrsten Sinne ihrer Bedeutung, besitzt den magischen Schlüssel, bei dessen Berührung alle Tore des Tempels (zum inneren Selbst) sich öffnen"

die prinzipien:

1. Das Prinzip der Geistigkeit:
Das All ist Geist, das Universum ist geistig.

[kommentar:] das all ist mental und alles, was darin ist. wie ein mensch darauf kommen kann, ist durch das 2. prinzip der entsprechung zu erklären: wie oben, so unten und umgekehrt. der mensch schöpft auf der geistigen ebene: er hat ideen. jeder tat und jedem sichtbaren geht eine idee voraus. sie wird geboren aus den prizipien der polarität und des geschlechts, die ja auch
polaritäten sind.

die polaritäten für eine idee sind: der aktive teil (innerer oder äußerer anstoß) und der passive teil (das aufnehmende der idee). ich will es nicht so kompliziert machen. das all ist mental heißt: es gibt etwas, dass diese mentalität ausdrückt, nennen wir es gott oder lassen wir es bleiben, denn unsere bilder von gott, entsprechen dem nicht im geringsten. man kann in einem wissenschaftlichen labor, trotz aller äußeren voraussetzungen, die
vorhanden sein müssen, damit es gelingt, kein leben ervorbringen, wenn man das prizip der mentalität des alls nicht kapiert. leben entspringt aus dieser geistigkeit, was wir tun sind die äußerlichen prozesse, z. b. das zeugen eines kindes. man kann es auch lebenskraft nennen.

2. Das Prinzip der Entsprechung:
Wie oben - so unten, wie innen - so außen, wie der Teil - so das Ganze.



[kommentar:]
wie der teil, so das ganze ist einfach: die menschliche dns beweißt es. alle informationen sind bereits dort vorhanden, auch wenn es den menschen dazu vielleicht noch gar nicht gibt. auch im samen der pflanze ist die fertige pflanze schon da. man könnte also sagen: alles ist schon immer vorhanden und wächst sich eigentlich nur selber entgegen, doch es ist schon vorhanden in seiner form.

wie das kleine, so das große und umgekehrt. in den menschlichen körperteilen wiederholen sich alle informationen des ganzen menschen - im auge, in der hand, im fuß etc. diese wiederholungen überlappen sich mehrmals und überall. bewegt man sich innerhalb der entsprechungslehre durch die welt, begegnen einem seltsame zusammenhänge, die wir, da wir nur "horizontal" denken in der kausalität, sonst nicht sehen. doch die welt ist dreidimensional.

ein schulmediziner z. b. lacht über die homöopathischen mittelchen, in denen keine chmemischen bestandteile der ursubstanz mehr vorhanden sind. doch genau das ist der punkt, der heilung bringt. warum? na weil alles, was unten ist, genauso ist, wie das, was oben ist. die geistige information, (die ich z. b. wahrnehmen kann außerhalb der 5 sinne) ist noch vorhanden. sie ist "verflüchtigt" durch alkohol oder durch milchzucker (globuli). doch das all ist mental. wie oben, so unten, gilt auch für die materie. sie schwingt am langsamsten. ist die materie erkrankt, wird sie durch das "vergeistigte" und potenzierte medikament (alkohol) aus der materie vergeistigt - also aufgelöst oder erlöst. deshalb werden einem bei der einnahme von homöopathischen medikamenten oft ursächliche konflikte klar. äußerlich dinge sind kaum allein imstande, einen organismus erkranken zu lassen. hinter allem findet sich ein geistiges prinzip, denn das all ist mental und wie oben, so unten und umgekehrt.

nehmen wir nun z. b. die astrologie, die heute keine wissenschaft mehr ist, so ist es das gleiche. die bewegungen der planeten lenken unser schicksal nicht. sie messen es. wie oben, so unten und umgekehrt.

3. Das Prinzip der Schwingung:
Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich, alles ist Schwingung.

[kommentar:]
das prinzip der schwingung dürfte hinreichend bewiesen sein. ich denke, ich muss es hier nicht weiter ausführen. zumindest nicht auf der materiellen ebene, denn darüber habe ich ja weiter oben bereits geschrieben. doch das prinzip der schwinung gilt auch auf der mentalen und seelischen ebene - den feinstofflichen ebenen also. nach traurigkeit kommt freude bzw. im selben maße, in dem wir fähig sind, freude zu empfinden, im selben maße können wir auch trauern. die dinge können nur deshalb schwingen, weil es immer 2 pole gibt, zwischen denen sie schwingen können. ohne polarität gibt es keine schwinung. alles ist positiv oder negativ - auch in der materie, z. b. protonen und elektronen. auf der geistigen ebene kann man die schwingung beeinflussen, in der frequenz wie auch in der amplitude. das ist ein teil der meisterung dieser ebene.

4. Das Prinzip der Polarität:
Alles ist zweifach, alles hat zwei Pole, alles hat sein Paar von
Gegensätzlichkeiten; gleich und ungleich ist dasselbe; Gegensätze sind identisch in der Natur, nur unterschiedlich im Grad; Extreme beführen sich; alle Wahrheiten sind nur halbe Wahrheiten; alle Widersprüche können miteinander in Einklang gebracht werden.

[kommentar:]
die sache wird jedermann klar sein, der darüber nachdenkt. von allen dingen gibt es immer 2 pole. kein ding kann ohne sein gegenteil sein. spannend finde ich, dass z. b. das gegenteil materie nicht etwa geist ist, sondern die antimaterie. geist ist eine andere ebene. man stellt sie mittels eines teilchenbeschleunigers her, in dem atome (also materie) in beinahe lichtgeschwindigkeit durch einen ring gejagt werden - in gegensätzlicher richtung. prallen sie aufeinander entsteht im kleinen ein ähnlicher effekt wie bei dem urknall und es ensteht neue materie und auch antimaterie.

5. Das Prinzip des Rhythmus:
Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten, alle Dinge steigen und fallen, das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem; das Maß des Schwunges nach rechts ist das Maß des Schwunges nach links; Rhythmus kompensiert.



[kommentar:]
das prinzip des rhythmus ist einfach zu erklären. wir erleben ihn jeden tag, auch er greift in die polarität über - ohne polarität gibt es keinen rhythmus. aus tag wird nacht und wieder tag, aus frühjahr wird sommer, herbst und winter und wieder frühjahr. die gezeiten der meere, die phasen des mondes sind ebenfalls sichtbare rhythmen.

doch ähnlich einer ameise, die im vergleich zu uns menschen nur einen kleinen - für sie abgezirkelten ausschnitt wahrnehmen kann, so gibt es auch rhythmen, die für uns menschen nicht sichtbar sind oder erkennbar. wenden wir das prinzip der entsprechung an, kann hier abhilfe geschaffen werden. seit den zeiten, in denen wir mikroskopisch verkleinern können, wissen wir, dass die entfernungen der teilchen eines atomes, die um den atomkern kreisen, multipliziert mit der richtigen maßstabszahl, genau den entfernungen entsprechen, in der die planeten um die sonne kreisen.

die ägypter wussten dieses prinzip exakt anzuwenden und haben die große pyramide (cheops) nach diesen maßstäben erbaut. begonnen bei der zahl pi bis hin zu planetenentfernungen finden wir dort alle maße vor.

wenden wir das prinzip des rhythmus an und das der polarität und der schwingung, so könnten wir wissen, dass auch das leben und der tod und das leben ein zyklus ist. "vergehe und werde" meint das gleiche.

ich saß einmal - es ist einige jahre her - über einer näharbeit. ich nähte bereits über vier stunden mit der hand. dabei geschah in etwa das gleiche, was in der meditation passiert: das tagesbewusstsein wird ausgeschaltet. man nimmt keine äußeren dinge mehr wahr und fokussiert seine gleichzeitig gespannte und entspannte aufmerksamkeit auf einen punkt. gelingt einem dies, so ist man imstande, dinge außerhalb der so genannten "realen welt" wahrzunehmen.

völlig unvorbereitet und ohne absicht geschah es mir, dass ich plötzlich nichts mehr von meiner näharbeit sah. statt dessen konnte ich bilder sehen, die in anderen zeiten beheimatet waren. sie bewegten sich beinahe zu schnell und ich konnte sie nicht festhalten. dieses erlebnis dauerte etwa eine stunde oder zwei. ich sah menschen aus alten zeiten und ich sah mich. sich selber so in anderen leben zu sehen, ist in etwa so, als würdest du heute den menschen betrachten, der du vor 20 jahren warst. dieser mensch kommt dir bekannt vor, du bist aus ihm geworden und doch bist du nicht mehr der gleiche mensch.

wenn du in andere leben siehst, ist es in etwa das gleiche, nur die
entfernung der erinnerung kommt dir ungleich größer vor und der mensch dort ist dir noch fremder. er hat irgendwie auf diffuse art mit dir zu tun und doch nicht. etwas an dir ist mit ihm verbunden und doch nicht. das, was wir heute sind, ist das alte und das neue zugleich. es gibt keine zeit. sie existiert nur in den bereichen der materie, in der wir vorwiegend leben, zumindest wenn wir wach sind. die vorstellung von zeit ist eine illusion.

6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung:
Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig. Zufall ist nur der Name für ein unbekanntes Gesetz. Es gibt viele Ebenen der Ursächlichkeit, aber nichts entgeht dem Gesetz.



[kommentar:]
das gesetz von ursache und wirkung ist so komplex, dass es schwierig ist, davon etwas auszusagen. wenn wir auf rationale weise ein ding und seine ursache erforschen, werden wir vielleicht niemals an die wahre ursache gelangen, denn die ist ja nicht sichtbar. sie befindet sich auf der feinstofflichen ebene. es funktioniert ähnlich wie mit der idee. eine idee kann ursache für etwas sein, das wir sehen können, doch was ist die ursache für die idee? man kann darum kreisen wie die klassische huhn-ei frage, wobei wir uns ja wenigsten im beispiel der idee von der materiellen ebene fortbewegen.

fakt ist: es existiert nichts, aber auch gar nichts ohne eine ursache, auch wenn wir das nicht be-greifen können, da es nicht messbar ist. bakterien oder viren werden nie die ursache einer krankheit sein. sie können der auslöser sein, nicht jedoch die ursache. die ursache ist immer feinstoflicher natur. deshalb werden ja auch manche leute nicht krank, obwohl sie den gleichen bazillen-mutterschiffen ausgeliefert sind, wie die, die daran krank wurden. ein besseres immumsystem? nein - die ursache für die krankheit wurde nicht erfüllt. krankheit gibt es dann, wenn sich ein seelisch-mentaler konflikt nicht lösen lässt. krankheit ist unser bester freund. sie macht für uns unsichtbares sichtbar und zeigt uns konflikte an, die wir nicht lösen können. der konflikt senkt sich hinab in die materie. die feinstofflichen schwinungen werden langsamer und nehmen die langsamen der materie an, bis sie sich damit verbinden. krankheit ist zuerst immer mental. bakterien und viren sind immer zur gleichen zeit dieser oder jener krankheit im körper vorhanden, doch sie sind niemals die ursache (siehe beispiel der homöopathie).


auch die ungerechtigkeit des lebens ist kein zufall. esoteriker reden von karma und vermuten auch dort ursachen, die ihre wirkung jetzt zeigen, denn alles muss kompensiert werden. es geht nicht anders.

7. Das Prinzip des Geschlechts:
Geschlecht ist in allem, alles hat männliche und weibliche Prinzipien, Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.

[kommentar:] In jedem Ding ist ein männliches und ein weibliches Prinzip. Jedes Molekül hat einen positiven und negativen Pol. Kein Werden ist möglich ohne die Beteiligung beider Geschlechter, sei dies nun die physische Zeugung oder auch nur die Geburt einer Idee. Deshalb wird die "Chymische Hochzeit" im Glaskolben des Alchemisten oft als sexuelle Einigung dargestellt.



es ist offensichtlich, was damit gemeint ist. auf der materiellen ebene leuchtet uns das ein. es gibt vom allem männliches und weibliches. zwitterwesen tragen beides in sich, doch es bleibt männlich und weiblich. auf den mentalen ebene gibt es z. b. die symbolik der sonne und des mondes, wobei wir in der deutschen sprache eigentlich falsch damit liegen, denn die sonne ist männlich - das aktive prinzip, der mond weiblich, das passive prinzip. alles unterteilt sich in aktiv und passiv und gliedert sich so in das prinzip der geschlechtlichkeit ein.

so........

das war nur der versuch einer darstellung. man kann sagen, auch mein weltbild ist das. diese dinge finden - so komplex sie auch sein mögen - nicht nur in meinem verstand ihre heimat. sie sind für mich wie gesagt, ebenso mystisch wie ein loch in der socke. ich lebe damit jeden tag, das ist für mich "normal".

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