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Gedankenfuerze

bye bye comfort-zone

ich bin müde.
es hat menschen, die sagen würden: weiter "runter" geht es nicht. weiter "rauf" auch nicht - meine ich.
sowieso nicht - aber auch in den so genannten "äußeren lebensdingen" nicht.

gut, dass die krise mein freund ist.

es wird -zeit- aufzuwachen.
beide augen zu öffnen, anstatt nur eins.

dabei weiß ich doch wie und tue es nicht.
und fragte mich schon so oft: wieso eigenltich nicht?

die antwort ist - wie meistens - einfach.
und ist es doch nicht.

bildheit

du entscheidest, was du lebst.
ich entscheide, was ich lebe.

was wir dann leben, ist ein bild.
nichts weiter.

mit bildern kann man spielen.
kann / soll man vielleicht auch... freude haben.
auch daran leiden.
.... daran erfahren.
wir wählen.

verwechseln wir es nur nie mit wirklichkeit.

die ist immer.
wir sehen sie,
da wo kein bild mehr sein will.
wo kein spiel mehr sein will.

darin
spiele ich wissentlich, wo....
mit buntem nach wahl.




without everything

der angelpunkt des pendels klingt so (und hat kein bild):

into the lights...

der vollständigkeit halber - so klingen die lichter:

edit: leider ist das video auf youtube nicht mehr anzusehen. hier gibts es noch einen link dazu:

http://www.vbox7.com/play:a102c9a6?r=google

into the shadowlands...

wenn ich aufhören möchte, zu glauben, dass ich verstehe, muss ich werden, was ich verstehen will... bis ich mich aufgelöst hab und bin, verstehe ich nichts.... ich glaube nur, dass...

... und damit es keine reise wird ohne wiederkehr, brauche ich die shadowlands. unsere schatten sind es, die uns zu uns selbst zurückbringen. nicht die lichter.

wenn ich sie frei lasse... toben sie und feiern ihre daseinsberechtigung, ihre legitimation. sie werden nie wieder größer als ich, denn ich fürchte sie nicht. ich brauche sie.

meine freigelassenen schatten fühlen sich so an:


weisheit brauche ich nicht. meine aufgabe ist es nur, hinzuhören, was das leben von mir - jetzt - will, das weiß es ohnehin viel besser als ich.

die kunst, das dreidimensional zu hören, besteht darin, nicht zu interpretieren.

nicht mehr einzeln

30.01.2009
wie ich mich heute fühle, daran mag ich mich erinnern. nämlich so:



vertrauen

papierflieger

malu fati - menschen stoßen aneinander - so zufällig und leicht scheinbar, wie einem ein papierflieger an den kopf segelt.
doch in jeder sekunde verändern sie einander und sich selbst - mal mehr, mal weniger, je nach kraft, reflexionsvermögen, vertrauen und lernbereitschaft.
wie ist es möglich, mit dieser wahrnehmung an sich selbst zu glauben, als ein individuum - einsam und über allen gesetzen der stofflichkeit und feinstofflichkeit?
wie ist es möglich, sich so außerhalb der EIN-heit wahrzunehmen, in der jeder alles und alles jeden immer - jetzt - berührt?
im herzen und im leben ist so viel an liebe zu leisten, bis ein mensch bereit ist für seine eigenen untiefen, als wären sie feindesland, das nur mit behütend-liebender hand zu betreten gewagt werden kann, damit es wenigstens EINE instanz gibt, die einen um der ganzen brachliegenden ungeuerlichkeit des geschauten wegen nicht ganz verstößt.

... an diesem punkt beginnt vertrauen.

Stille

"An und für sich ist das Wort weniger als der Gedanke, der Gedanke weniger, als die Erfahrung. Das Wort ist Filtrat, und was sich darin niederschlägt, ist des Besten beraubt."

Das ist der Grund, warum ich derzeit keine Worte habe und keine mache.

Metamorphosen

Dieses Stille jetzt und das Zurückgezogene, das kommt nicht von ungefähr, will sich doch etwas ganz Neues (Altes) bilden - steckt in den Kinderschuhen (und ist schon ein Greis) und wartet auf seine Lebenszeit.
Was mich einmal als Persönlichkeit ausmachte - oder das, von dem ich glaubte, es mache mich aus - das wird unscheinbar, unsichtbar und schwindet. Das zeigefreudige von vorher, das nimmt so rapide ab, dass ich daneben stehen und zusehen kann, wie es geschieht. Ein Nach-außen-zeigen-wollen verliert sich, nur die Offenheit bleibt. Alles Darstellenwollen - und sei es noch so authentisch, vergeht.
Und was folgen will (was schon immer da war), das zeigt sich schon (immernoch).

Morphogenetische Stille

Heute morgen regnet es. Die Wolken kratzen an den Dächern entlang und bluten immer mehr Wasser.
Um mich herum ist es still. Kein Mensch, kein Zug verursacht ein Geräusch. Eine schwarze Frau mit schweren Lidern und Geigenkasten zieht an mir vorüber, ohne dass sie den Boden berührt. So viel Schönheit am Morgen ist fast atemberaubend. Aber nur fast, denn irgendwie rechnet man am Morgen noch mit einem Wunder.
Die Bahnhofsuhr zählt ihre Striche. Für jeden Lidschlag ein Leben, für jeden überwundenen Strich im Kreis von vielen ein durchwehtes Atmen.
Am Bahnhof winkt jemand ein Nimmerwiedersehen. Die Strichfiguren auf meiner Papiertüte, die das Frühstück verbergen, sind mir unheimlich. Ein Mann, eine Frau, ein Kind. Sie stehen so weit auseinander, dass sie das händehaltende Kind beinahe zerreißen. Mit angedeutetem Elan. Und lächelnd - versteht sich.
Im Zug hantiert eine Frau ihre Sachen aus Tüten und Behältnissen. Nichts gibt es, für das sie nicht ein Säckchen, ein Döschen in der passenden Farbe gehabt hätte. Die Brille, den MP3-Player, den Lippenstift, das Buch, ein Federmäppchen. Zuletzt die Taschentücher in einer schicken Lederbox. Ich überlege, wie es wohl in ihrer Wohung aussieht. Stelle mir Regale voll eingeschlagener Bücher vor, auf die handschriftlich die Titel aufgetragen wurden, damit man noch weiß, was im Regal steht. Wunderbar uniform, die Büchrücken auf Kante gerückt. Und wie sie nähend sitzt, um noch mehr Säckchen zu gebären.
Meine Lider klappen zu. Neben der Stille stellt sich nun auch Dunkelheit ein. Ideal zum Schlafen. Ideal zum Wachsein.

°

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Zuletzt geschrieben:

into the lights...
der vollständigkeit halber - so klingen die lichter: edit:...
Eskorte fragile - 26. Nov, 00:04
Wow!
Jetzt lese ich es erst "ausführlich". Sei ebenso...
wasserfrau (Gast) - 15. Nov, 23:21
...über die grenze
Eskorte fragile - 13. Nov, 01:01
Keine Identität...
Sternstunde Philosophie vom 08.11.2009
Eskorte fragile - 12. Nov, 14:35
danke dir! ende november,...
danke dir! ende november, anfang dezember werde ich...
Eskorte fragile - 12. Nov, 14:30

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