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Synästhesie

"Die Türklingel riecht nach Mango"

Hier ist nun das Ergebnis der Ausstellung zum Thema Synästhesie zu der ich mit ein paar Bildern beigetragen habe im Bereich "betrachten ==>Töne sehen"

Obertöne

overtoneseriesG-1- (mp3, 110 KB)

zu overtoneseries klein

Beschreibung:

Synästhetische Assoziationen:
Sepiafarbene Ringe, die alle aus einer weißen Mitte entspringen, orange, als Nuancen der „Normalstimme“ links „darunter“, weiß als Nicht-Geräusch (das Geräusch hinter den Geräuschen)

Nichtsynästhetische Assoziationen:
Einsamkeit, Weite

Sind die Assoziationen immer dieselben?
Nichtgeräusch ist hier weiß.
An den Tagen und Tageszeiten, an denen ich dieses Stück höre, ist es immer gleich. Andere Obertonmusik hat ähnliche Bilder.

Warum sieht das Geräusch so aus?
Dieses Geräusch ist kein „ganzkörperliches Geräusch“.
Das wenig hörbare Orange der Normalstimme bildet den Kontrast (Lebendigkeit) zu weiß = Einsamkeit.
Sepiatöne sind von der Stimmung „gemäßigte“ Töne nicht-natürlichen Ursprungs – gleichförmige Töne, ohne großartiges Auf und Ab. Sie haben den Beigeschmack von etwas Vergangenem, etwas, das man als „wahr“ begreift, wenn es schon vorbei ist.

Wie „sehe“ ich die Geräusche?
Die sepia-braunen Ringe befinden sich „über“ mir, wie etwas, das sich schon beinahe außerhalb des Sehfeldes befindet, überlappen sich nicht mit dem „sinnlichen“ Sehen. Strömen in konzentrischen Kreisformen aus einer Mitte, ähnlich wie ein Stein, den man ins Wasser wirft, seine Kreise zieht und sich an den Ufern bricht. Die „Ausläufer“ der Obertöne spüre ich weit über das Sehfeld hinaus.

Tanzen

Muineira-de-Chantada-Snippet (mp3, 350 KB)

zu Muineira de Chantada klein

edit (die beschreibung):

Synästhetische Assoziationen:
Orange-braune, fließende Formen, ähnlich Stoff, schwarz als Nicht-Geräusch (das Geräusch hinter den Geräuschen)

Nichtsynästhetische Assoziationen:
Freude, Sonne, Kindheit, Unbeschwertheit

Sind die Assoziationen immer dieselben?
Schwarz als Nichtgeräusch ist immer gleich.
An den Tagen und Tageszeiten, an denen ich dieses Stück höre, ist es immer gleich. Andere Musik – auch ähnliche - ist nicht das Gleiche.

Warum sieht das Geräusch so aus?
Dieses Geräusch erzeugt etwa die Hälfte vom „Ganzkörperlichen Hören“ wie „Gyuto“ (nicht hier ausgestellt), weil es nicht die ursprünglichen Dinge berührt, wie Furcht und die Lebensrhythmen von Leben und Sterben – dafür aber die der (potenten) Kraft – wenn auch in anderer Form – nämlich in der der Lebensfreude.
Orange bedeutet Freude (und riecht übrigens wie frischer Basilikum). (Braun ist hier nur die Abstufung zu Orange und deckt die verschiedenen Facetten von Lebensfreude ab.)
Freude fließt wie ein Fluss aus dünnen Stoff und entspringt aus einem Kanal (der sich ungefähr in der „Mitte“ befindet). Von dort aus wird die orange-braune Freude in die „Höhe“ geblasen aus dem Wechselspiel der fließenden Töne und der Stille hinter den Tönen, die die andere Hälfte der Musik ausmacht.

Wie „sehe“ ich die Geräusche?
Ich sehe das Geräusch in etwa so, wie es auf dem Bild zu sehen ist, nur dreidimensional und „hinter“ dem normalen Sehen, d. h. durchscheinend überlappt es sich damit.
Alle Farben und Formen bewegen sich und erstrecken sich auf das gesamte Sehfeld.
Die Bewegung fließt innerhalb der Formen und aufwärts.

Synsästhesie - Nachtigall singt grün

Im Zuge einer Ausstellung von Synästhetikern/über Synästhesie sollten wir u. a. Bilder machen zu Geräuschen.

[Was ist Synästhesie?]

Und hier sind sie sowie die Geräusche dazu:

"Coot waterfowl marsh" ==> coot_waterfowl_marsh (mp3, 174 KB)

zu coot waterfowl marsh

Beschreibung:

Synästhetische Assoziationen:
Grau-weiß-blauer Hintergrund, feste, konstante Masse, weiße spitze-punktierte Schreie der Vögel, ein grauer Schrei schwarz als Nicht-Geräusch (das Geräusch hinter den Geräuschen)

NichtsynästhetischeAssoziationen:
Einsamkeit, Frische, Wasser, Sand

Sind die Assoziationen immer dieselben?
Nichtgeräusch ist – abgesehen von wenigen Ausnahmen - immer schwarz.
An den Tagen und Tageszeiten, an denen ich dieses Geräusche höre, bilden sich immer die gleichen Bilder.

Warum sieht das Geräusch so aus?
Dieses Geräusch ist kein „ganzkörperliches Geräusch“.
Blau-grau rauscht konstant, ist unbeweglich, Blau ist Klarheit, Frische, Konzentration. Weil es permanent und allgegenwärtig da ist, ist auch das Nicht-Geräusch präsenter.
Grau ist kalt und Traurigkeit.

Wie „sehe“ ich die Geräusche?
Farben und Formen von blau und grau verändern sich nicht, sind wie hingemalt und befinden sich „unten“.
Die Vogelschreie bestehen aus vielen winzig kleinen Punkten, die ein Bild ergeben und tauchen überall auf – im Blau, im Schwarz, im Grau. Sie tauchen so auf, als knipst jemand eine Lampe an und wieder aus. Verklingt der Schrei, verschwinden die weißen Formen so, als wenn man die Augen schließt und hinter den Lidern für eine Weile noch das Gesehene abgebildet bleibt.
Ein tieferer Vogelschrei ist „blasser“ als die anderen und „zieht Fäden“ beim Verschwinden.

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"Drumms at Narrowstreet" ==> drumms_narrowstreet (mp3, 134 KB)

zu drumms narrowstreet

Beschreibung:

Synästhetische Assoziationen:
Weiße Halbkreise, rosa-blaue Ausläufer nach innen, alles dreidimensional, schwarz als Nicht-Geräusch (das Geräusch hinter den Geräuschen)

Nichtsynästhetische Assoziationen:
Eine Straße oder ein Platz, eine Parade

Sind die Assoziationen immer dieselben?
Nichtgeräusch ist – abgesehen von wenigen Ausnahmen - immer schwarz.
An den Tagen und Tageszeiten, an denen ich dieses Geräusche höre, sind es immer die gleichen Bilder.

Warum sieht das Geräusch so aus?
Dieses Geräusch ist kein „ganzkörperliches Geräusch“.
Weiß ist hier auch geräuschtechnisch das Gegenteil von schwarz, ist der Ton ohne Melodie im Gegensatz zum Nicht-Ton Schwarz.
Es sind halbe Geräusch-Wirbel, die tiefrosa-blau enden – der Nachhall, ähnlich wie ein Echo. Von der Wirbeln sehe ich nur Halbkreise weil das Geräusch nicht rund ist, es bewegt sich nur auf und ab, beschreibt einen Bogen dabei.
Warum die Farben weiß und rosa-blau sind, weiß ich hier nicht.

Wie „sehe“ ich die Geräusche?
Die halben Wirbel drehen sich von außen aus dem Nicht-Geräusch nach innen, färben sich rosa-blau, fallen „innen“ in sich zusammen.
Das Bild liegt halbtransparent über dem normalen Sehfeld und füllt es ganz.
Die halben Wirbel erscheinen hauptsächlich rechts und links im Sehfeld und überlappen es. Die Wirbel sind konstant da und hören in dem Moment auf, in dem das Trommel aufhört.

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"Nightingale" ==> nightingale (mp3, 615 KB)

zu nightingale

Beschreibung:

Synästhetische Assoziationen:
Orangefarbene Nachtigall oben, dreidimensionaler Ton von „oben“, die anderen Vogelstimmen im Hintergrund grün und quer dazu, gelbe Blitze sind die Spitzen der Nachtigall-Töne, schwarz als Nicht-Geräusch (das Geräusch hinter den Geräuschen)

Nichtsynästhetische Assoziationen:
Beschaulichkeit, Natur, Sonne, Frühling, Wärme

Sind die Assoziationen immer dieselben?
Nichtgeräusch ist – abgesehen von wenigen Ausnahmen - immer schwarz.
An den Tagen und Tageszeiten, an denen ich dieses Geräusche höre, sind es immer die gleichen Bilder.

Warum sieht das Geräusch so aus?
Dieses Geräusch ist kein „ganzkörperliches Geräusch“.
Orange ist Lebensfreude, Neubeginn.
Gelb sind die an der Grenze zum Unangenehmen liegenden Wendepunkte des Gesangs, bevor der Ton nach dem Höhepunkt wieder in die Tiefe geht. Gelb ist Hektik, Aufregung, Stress.
Grün ist Frieden, Entspannung, kein aufwühlendes Gefühl wie heftige Lebensfreude.

Wie „sehe“ ich die Geräusche?
Orange „fließt“ von der Konsistenz dickflüssig von „oben“ nach unten „über“ die Vögel im Hintergrund, „über“ das Nicht-Geräusch – in mehreren Lagen – und zwar über die ganze Breite des Sehfelds. Die Bilder überlappen sich mit dem sinnlichen Sehen, befinden sich aber eher „oberhalb“ und sind halbtransparent.
Grün verteilt sich wie aneinander gereihte Schlieren einer ähnlichen zähen Flüssigkeit, die herunter fließt.
Im Großen und Ganzen sehe ich das Bild ziemlich genau so, wie ich es gemacht habe.

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"Passing cars" ==> [leider kein Speicher mehr]

zu passing cars

Beschreibung:

Synästhetische Assoziationen:
Graue, sich zerfleddernde und ausgefranste Spuren, erinnern an eine Flügel-Form vor einem Nicht-Geräusch

Nichtsynästhetische Assoziationen:
Fahrende Autos auf einer Straße

Sind die Assoziationen immer dieselben?
Nichtgeräusch ist – abgesehen von wenigen Ausnahmen - immer schwarz.
An den Tagen und Tageszeiten, an denen ich dieses Geräusche höre, sind es immer die gleichen Bilder.

Warum sieht das Geräusch so aus?
Dieses Geräusch ist kein „ganzkörperliches Geräusch“.
Grau ist hier sehr schmerzhaft – eine dumpfe Art von Schmerz ohne Lichtblick, traurig, ohne Leben, rauh wie Sandpapier. (Die Vögel habe ich unberücksichtigt gelassen). Körperlich übersetzt sieht es so aus, wie sich Gänsehaut anfühlt.

Wie „sehe“ ich die Geräusche?
Es überzieht das Sehfeld mit kleinen Pickeln, die verzerrt und verzogen werden durch die ab- und zunehmende Entfernung der Fahrzeuge und bewegt sich aus der Mitte nach rechts und links außen, wo es noch mehr zerfasert.
Das Bild liegt halbtransparent über dem normalen Sehfeld und füllt es ganz.
Ebbt das Geräusch ab, werden die grauen Spuren erst blasser, verschwinden dann.

Synästhetische Assoziationen

Da ich nun weiß, was Synästhesie ist, habe ich eine kleine Liste zusammen gestellt für die Assoziationen, die - von einigen wenigen Situationen abgesehen - immer gleich sind. Ich verzichte dabei auf eine Feinabstufung, und führe nur ein paar Beispiele an:

freude: leuchtendes orange, auge, sonne, blüte, vanille, pfeifen, flöte, katze, basilikum
traurigkeit: mittelgrau, herbst, schlamm, schlange, lychees, hände, tuba
körperlicher schmerz: farbkaleidoskop, nebelgeruch, holz und eisen, gardinen, pommes frites
seelischer schmerz: verschieden, je nach ausprägung und art
einsamkeit: eisblau wie arktisches eis, luft, waffeln, seide, klangschalen
zärtlichkeit: beige, rosa, lachsfarbe, streichinstrumente, samt, lebkuchengewürz, tür
liebe: durchsichtig
sexualität: auch abgestuft nach art der verbindung: dunkelrot, dunkelbraun oder hell, brot, moos, didgeridoo, untertöne, eisenkraut
ruhe: grün, magheriten, waschen, fell, kurkuma, harfe
eifersucht, neid: gelb-hellgelb, spargel, zitrone, haare, trompete
hass: rot, kelle, steigbügel, chilli, magensäure
lebensbedrohliche situation: weiß

Grüner Dinosaurier schmeckt wie Tangotanz

Es ist ein Drama. Ich musste 33 Jahre alt werden, um herauszufinden, dass das, was ich die längste Zeit meines Lebens hatte und vor den meisten Menschen verborgen hielt, einen Namen hat: Synästhesie
Das Abgefahrendste daran ist für mich wohl, wenn die Dinge "reden". Kann sich Einer vorstellen, wie anstrengend die Welt sein kann, in der man lebt, wenn nicht nur die Menschen, sondern auch noch die Dinge reden?

Was ist Synästhesie? - Definition



Das Phänomen, Gerüche nicht nur zu riechen, sondern auch sehen oder hören oder fühlen zu können oder aber Farben zu hören oder Töne zu sehen, kennzeichnet eine Verknüpfung der Sinne und nennt sich in der Fachsprache Synästhesie.

Griechisch : Mitempfindung (syn = zusammen; áisthêsis = Wahrnehmung). Synästhesie wird im allgemeinen die Erscheinung genannt, bei der durch Reizung irgendeines Sinnesorganes eine lebhafte Wahrnehmung nicht nur auf dem Gebiet des betreffenden Sinnes, sondern auch auf einem oder mehreren anderen Sinnesgebieten hervorgerufen wird (Vikainen 1958).

Wie viele Menschen Synästhetiker sind ist noch unklar. Nach Baron-Cohen ist es 1 von 2000, nach Cytowic 1 von 25 000, nach Emrich 1 von 500 bis 1 von 1000. Das Verhältnis von Frauen zu Männern ist dabei 8:1. Wobei Richard Cytowic in New York davon ausgeht, dass jeder Mensch synästhetisch veranlagt ist, es aber nur wenige wissen, dass sie Synästhetiker sind.

Dieses Phänomen der Synästhesie wird zur Zeit von mehreren Forschergruppen untersucht, um neue Erkenntnisse über das Bewußtsein des Menschen zu erlangen.

Allerdings: Synästhesien sind subjektiv!

Georg Anschütz erhielt als Ergebnis vieler Versuche mit Synästhetikern das Resultat, dass bei den verschiedenen Versuchspersonen keine einheitlichen Doppelempfindungen auftraten. Klaus-Ernst Behne kam zu einem eben solchen Ergebnis, als er der geheimen Verbindung von Vokalen und Farben auf die Spur kommen wollte (Behne 1991):

"Das Ergebnis war erfreulich und niederschmetternd zugleich: alle Befragten nannten mir bereitwillig ihre jeweils präferierten Farbvorstellungen, aber bei jedem waren es andere Farben!"

Erscheinungsformen der Synästhesie

Die häufigste Erscheinung ist das Farbenhören.
Das bedeutet, dass jemand beim Hören von Musik oder Klängen unmittelbar Farben sieht, zumeist 20-30 cm vor den Augen, obwohl diese Farben real nicht im äußeren Raum vorhanden sind.

"Das Sehen der Farben beruht vorwiegend auf äußerer Reizung, manchmal sogar in dem Maße, daß das Sehen der Farben nur solange anhält, wie der Ton zu vernehmen ist." (Vikainen 1958)

So erhält ein bestimmter Ton eine Farbe. Diese Zuordnung besteht bei genuinen Synästhetikern ein Leben lang.

Häufig löst auch ein gesprochener oder nur gedachter oder gelesener Buchstabe eine damit fest verbundene Farbe aus: es gibt viele Synästhetiker, die farbige Buchstaben oder/und Zahlen oder/und Wochentage haben.

Das Farbenhören wurde 1690 mit einer Äußerung des Philosophen Locke bekannt. Dieser erwähnte einen Blinden, welcher den Klang einer Trompete "rot" hörte.

Geheimhaltung

1812 erschien die erste klinische Studie von dem Arzt G.T.L. Sachs über das Farbenhören, der Synästhesien in einen pathologischen Umkreis einordnete. Auch heute noch haben viele Menschen, die synästhetisch wahrnehmen, Angst als verrückt zu gelten, wenn sie von ihren Wahrnehmungen erzählen. Denn kaum jemand versteht die synästhetischen Beschreibungen.

Beispiel: "Zuwenig Spitzen auf den Hähnchen"

Aus: Cytowic Richard E.: Farben hören, Töne schmecken. Die bizarre Welt der Sinne.
"Ich sah zu, wie er die Sauce aufschlug, die er zu den Brathähnchen reichen wollte. "Oh je", sagte er und nippte an einem Löffel, "Da sind zuwenig Spitzen auf den Hähnchen." "Zuwenig was?" fragte ich. Er erstarrte und lief rot an. (..) "Jetzt denken Sie bestimmt, daß ich verrückt bin", stammelte er und warf den Löffel hin. (..) "Aber das ist bei mir so, wissen Sie, daß ich Formen schmecke." Er sah beiseite. "Wie soll ich das erklären?" fragte er sich selbst.
"Aromen haben Formen", begann er und starrte in die Tiefen der Bratreine. "Ich wollte, daß der Geschmack dieser Hähnchen eine spitze Form hat, aber er ist ganz rund herausgekommen". Er schaute zu mir auf, immer noch rot. "Ja, ich finde, er ist fast kugelförmig", sagte er mit Nachdruck. (..) "Wenn sie keine Spitzen haben, kann ich sie nicht auf den Tisch bringen."

Ist Synästhesie erlernbar?

Die Forschergruppe um Prof. Dr. Hinderk Emrich in Hannover (s. auch "Welche Farbe hat der Montag? Leipzig 2002) unterscheidet genuine und methaphorische Synästhetiker. Genuine haben eine feste Zuordnung von beispielsweise Farben zu Tönen, die über das ganze Leben konstant bleibt. In diesem Sinne sind sehr wenige Menschen Synästhetiker.
Metaphorische haben ausgeprägte bildliche geometrische und farbige Erlebnisse z.B. zu Musik. Die beiden Formen sind schwer voneinander zu unterscheiden.

Nach Emrich ist die genuine Form nicht erlernbar, aber "die innere Wachheit für die eigenen Emotionen, die vor allem die Gefühlssynästhesie kennzeichnet", könne man sich aneignen.
So bezeichnet Emrich Synästhesie als eine besondere Form der Organisation bei der Darstellung von Denkinhalten in der Großhirnrinde und betrachtet Synästhesie insofern als eine besondere Lebensform, die erhöhte Kreativität, geistige innere Absicherung und eine innere Stabilität beinhaltet.
Richard Cytowic in New York geht davon aus, dass jeder Mensch synästhetisch veranlagt ist, wobei aber nur wenige Menschen wissen, dass sie Synästhetiker sind.

Synästhesien sind beim Lernen von abstrakten Dingen im Sinne von zusätzlichen Ankerpunkten, Eselsbrücken oder Andockpunkten für neues Wissen sehr hilfreich.

[Quelle: http://www.synaesthesiewerkstatt.de/]

Die täglichen Gedankenfürze

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